Abflug – fast den Flug in Hamburg verpasst

Wir flitzen (mal wieder 😉) zum Gate

Aufstehen, FrĂŒhstĂŒcken, ZĂ€hne putzen, eine vorerst letzte Dusche in den eigenen vier WĂ€nden, Sachen in die Autos und los
MĂŒdigkeit, Aufregung, NervositĂ€t, Vorfreude und Traurigkeit sind wohl die Worte, die unsere GefĂŒhle an diesem Morgen am besten beschreiben. Man könnte auch sagen: GefĂŒhlschaos mal 4
Nach knappen 17 Minuten am Flughafen angekommen, hieß es Masken auf und los
leider nein, wir mussten warten und warten und
fĂŒr drei FlĂŒge waren nur 3 Check in- Schalter geöffnet und die tollen Automaten fĂŒr die GepĂ€ckaufgabe waren leider nicht freigegeben. Die Zeit rannte, unser Puls auch und nach knappen 65 Minuten waren wir dann endlich an der Reihe. „La RĂ©union? Wo ist das denn“, fragte der ebenso wie wir gestresste Herr am Counter. Ob diese Frage jetzt so relevant war, wollten wir aktuell nicht ausdiskutieren. Also antworteten wir: „In Frankreich. Wir mĂŒssen einfach erstmal nach Paris, den Rest regeln wir dann.“ Zufrieden mit der Antwort nahm er unser GepĂ€ck entgegen und gab uns die BoardingpĂ€sse. Unser mega wichtiger negativer Coronatest war ihm schlichtweg egal, den wollte er nicht mehr sehen. Sollten sich doch die Pariser damit Ă€rgern, oder wie wir in unserem Fall, darĂŒber freuen;)
Noch 20 Minuten bis zum Schließen des Gates, also sind wir losgesprintet. Nun ein leider zu schneller Abschied von Freunden und Familie und fix zum Sicherheitscheck und … wieder warten. Jede Menge Sicherheitspersonal, viele Reisewillige, aber kaum geöffnete „Schleusen“. Nach weiteren 15 Minuten und einem gestressten VordrĂ€ngler waren wir endlich dran und Fritzi flĂŒsterte mir leise in Ohr, dass sie möglicher Weise ihre Schere im HandgepĂ€ck hĂ€tte. Gesucht hĂ€tte sie schon ĂŒberall, konnte sie aber nicht finden. „Ach, du hast sie sicherlich gar nicht dabei. Alles ist gut.“, waren meine beruhigenden ebenso geflĂŒsterten Worte. Und natĂŒrlich kam es, wie es kommen musste. Wir alle gingen durch den Metalldetektor, ich wurde zur Seite gerufen, stand umringt von 3 Damen, wurde abgetastet und dann ins Abseits gebeten. Dort sollte ich mir die Schuhe ausziehen (wohlgemerkt Wanderschuhe, gut verschnĂŒrt;))und sogar noch die Socken. Nachdem auch meine FĂŒĂŸe und Waden ordentlich abgetastet wurden, durfte ich alles wieder anziehen. MerkwĂŒrdige Situation…, egal, erleichtert tat ich dies mit einem besorgten Blick auf die Uhr ziemlich schnell und schon wurde ich pikiert zu unseren GepĂ€ckstĂŒcken gerufen. Na klar, die Schere
 „Sie dĂŒrfen den Rucksack nicht anfassen, das machen wir!“, warf mir die Beamtin beinahe höflich, jedoch sehr bestimmt entgegen. Wer kennt von euch die Satch-SchulrucksĂ€cke? Ganz genau, der weiß, dass diese unglaublich viele Taschen haben, was zu fortgeschrittener Zeit, also mit der Angst einen Flug zu verpassen nicht sehr hilfreich ist. Und natĂŒrlich, die Schere war in der letztmöglichen kleinen, nennen wir es mal „Geheimtasche“. So geheim, dass nicht einmal Fritzi sie sofort finden konnte. Nachdem noch mein zuvor vom Sicherheitsbeamten Nr.1 genehmigter wirklich kleiner Deoroller aus meinem Rucksack gefischt werden musste, durften wir dann endlich losrennen. Und schon hörten wir das, was man am Anfang einer solchen Reise nicht hören möchte: „Familie Schwarz bitte zum Gate 17! Familie Schwarz bitte zum Gate 17!“ Passend war das Gate nicht direkt neben der Sicherheitskontrolle, aber wir haben es geschafft. Sehr nett wurden wir von den Stewardessen und dem Sicherheitspersonal empfangen, unsere PĂ€sse kontrolliert und dann an Bord gebeten. Endlich sitzen und verschnaufen. Da blieb anfangs nur wenig Zeit fĂŒr Flugangst. Doch das Wetter in Hamburg war leider nicht ganz auf unserer Seite oder der Flieger zu klein. Auf jeden Fall starteten wir ziemlich wackelig, aber pĂŒnktlich und vor allem glĂŒcklich, wenn auch voller Adrenalin ob der letzten 20 Minuten und der Zeit, die vor uns liegt. Auf geht`s…

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