Grand Anse: ein erster Strandcheck auf La Réunion

Ausgeschlafen machten wir uns am Sonntag auf den Weg, um ein wenig die Insel zu erkunden. Wir wollten es langsam angehen und entschieden uns für eine Fahrt zum Grand Anse oder wie die Einheimischen sagen: Grodonz 😉 Eine extrem steile und mit Unmengen von Kurven verbundene Abfahrt ins Tal später, parkten wir völlig beglückt von der Landschaft und Blütenpracht Réunions an einem kleinen Park unter einer, wie sollte es auch anders sein, schönen hohen Kokospalme. Nach kurzer Begutachtung parkten wir zur Sicherheit unseres Autodachs noch ein paar Meter weiter links, denn die Kokosnüsse sahen zwar sehr paradiesisch aber auch etwas gefährlich aus. Kaum ausgestiegen hörten wir den gewaltigen Ozean schon toben und nach einem kurzen Spaziergang durch einen kleinen grünen Park mit vielen verschiedenen Palmen, blühenden Bäumen und vorbei an entspannten Einheimischen auf ihren Picknickdecken standen wir schon am Sandstrand.

Schnorchel im Bassin

Jetzt wurde uns auch klar, weshalb das Meer schon 100 Meter weiter soooo krass laut war. Die Wellen waren im Vergleich zu unseren zarten Ostseewellen gigantisch und viele von ihnen brachen erst relativ weit vorn vielleicht 50-100 Meter vom Strand entfernt. Wir waren auf jeden Fall sehr beeindruckt von dem Schauspiel und zugleich wurde auch deutlich, warum man hier direkt nicht baden durfte, von den Haien mal ganz abgesehen 😉. Auf der linken Seite des Strandes gibt es jedoch ein für La Réunion typisches Bassin. Das ist ein von Felssteinen geschützter Bereich in dem jeder nach Belieben plantschen und schnorcheln kann. Dank der Felsen kommen nur kleinere Fische und frisches Wasser , was durch einen schmalen seitlichen Ablauf wieder herausfließt. So konnten wir bisher schon tolle Tiere unter Wasser beobachten, aber eben auch so manch giftiges. Hier ist eben ständig Vorsicht geboten, nicht nur wegen der Strömung, Skorpion- oder Steinfische, sondern auch wegen diverser Moränen, giftiger Schnecken und zu guter Letzt wegen der allseits aus dem Mittelmeer bekannten Seeigel. Ohne Badeschuhe läuft hier nix und angefasst wird schon mal gar nichts. Letzteres fällt unseren Mäusen manchmal schwer, aber diese fantastische Unterwasservielfalt entschädigt doch für diese paar Sicherheitsmaßnahmen.

Blick auf die schroffe Küste

Neugierig wie wir sind, machten wir uns auch gleich auf eine kleine Wandertour durch den urwüchsigen Wald auf die Felsen hinauf. Schon nach 10 Minuten wurden wir mit einem herrlichen Blick über Grand Anse belohnt und entdeckten neben kleinen Mäusen auch diverse Vögel u.a. den Weißschwanz-Tropikvogel, ein Wahrzeichen der Insel, der u.a. hier in den steilen Felswänden nistet. Dann rief Marcus noch einen Wettbewerb aus: Wer das erste Chamäleon entdeckt, der darf den Namen unseres Hundes aussuchen, den wir uns nach der „Weltreise“ anschaffen wollen. Unsere Kinder waren natürlich hellauf begeistert von der Idee, aber mir persönlich war der Preis eindeutig zu hoch. Nicht zuletzt, weil ich mich ehrlich gesagt, schon „Tigerkralle“, „Wuschel“ oder „Herbert“ rufend um den Krupunder See laufen sah 😉. Wir einigten uns dann darauf, dass der oder die Entdeckerin beim nächsten Einkauf ohne jegliche Einschränkung 3 Süßigkeiten für alle aussuchen darf. Fritzi siegte 10 Minuten später:

Nicht gut genug getarnt

Ihre Ausbeute war groß: eine Kellogspackung Tresor, M&Ms und eine Packung Kinder Délice. Natürlich wird, äh mittlerweile wurde fast alles familiär geteilt.

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