Vor unserer Abreise

Ehrlich gesagt, etwas mehr als frustriert verfolgten wir die steigenden Corona- Zahlen in Europa. Für alle von euch, die nicht in unsere Pläne involviert waren:
Die ursprüngliche Reise ab 20.September 2020: Roadtrip Kalifornien, Costa Rica, Hawaii, Neuseeland, Laos, Kambodscha, Borneo.
Relativ schnell war klar, dass wir diese Reise so definitiv nicht machen können. Wir vermuteten, dass in einigen Ländern keine adäquate medizinische Versorgung unter diesen erschwerten Bedingungen gewährleistet wäre, selbst wenn man sich einen Arm brechen würde oder eine Blinddarmentzündung hätte. (Insider wissen, weshalb Letzteres für mich besonders relevant ist;))Zudem war und ist z.T. bis heute die Einreise seitens der Länder nicht möglich.
Im Sommer wurden dann zumindest Reisen innerhalb der EU möglich. Also änderten wir unsere Pläne und visierten die Karibik mit ihren vielen kleinen Inseln an, von denen bspw. Guadeloupe noch immer zum französischen Staatsgebiet ergo zur EU zählen. Wir dachten, die Richtung würde schon stimmen, um bei Lockerungen von dort aus Richtung USA oder evtl. Kanada weiterzuziehen. Aber auch auf Guadeloupe stiegen die Zahlen der Viruserkrankten wieder rapide, so dass eine Einreise auch dort nicht möglich war. Jetzt war ehrlich gesagt ein Punkt erreicht, unseren Plan „Wir nochmal gemeinsam als Familie mit unseren Töchtern (11 und 16 Jahre) für längere Zeit unterwegs“ doch aufzugeben. Doch so ganz wollten wir uns noch nicht geschlagen geben, wir suchten weiter nach Möglichkeiten und tatsächlich, es gibt immer noch eine😄. Wir stießen bei unseren Suche auf La Réunion, eine Insel etwa 2,5mal größer als Rügen, die ebenfalls noch zu Frankreich gehört. Sie versprach alles, was wir uns fürs Erste wünschten: gaaaaanz viel Natur, herrliche Freizeitmöglichkeiten, interessante Kultur und das alles im Sommer! Wir hatten neuen Mut gefasst und machten uns erneut an die Umsetzung unseres Plans. Die Schulbefreiung hatten wir ja bereits für unsere Kinder mit etwas Aufwand tatsächlich erhalten. Sie durften ab dem 16.11.2020 mit uns auf Reisen gehen und von dort aus mittels „Homeschooling“ unterrichtet werden. Innerhalb von 2 Tagen hatten wir die Flüge bei AirFrance, ein Auto für 2 Monate und unsere beiden Unterkünfte gebucht, in denen sich auch unsere Mädels ein wenig zu Hause fühlen sollten. Und dann kamen die Oktoberferien…
Wir ihr ja alle selbst mitbekommen habt, stieg die Zahl der Covid- 19- Infizierten wieder enorm an und erneute Lockdowns standen vor der Tür. Spontan entschieden wir uns einen erneuten Antrag an die Schulbehörde zu stellen, unsere Kinder doch noch 2 Wochen früher „zu entlassen“. Zu unserer Überraschung wurde er innerhalb von 3 Stunden genehmigt…jippie! Nun hieß es für uns schnell Flüge umbuchen, Unterkunft für die ersten 2 Wochen samt Auto buchen, für einen offiziell akzeptierten Covid19-Test anmelden und nebenbei Gepäck zusammensuchen, sich von Freunden und Familie verabschieden und noch notwendige Impf- und Arzttermine vorverlegen. Stress pur, aber…wir haben es geschafft! Leider haben wir unsere Schnorchelausrüstung vergessen, die hier ja unverzichtbar ist und auch meinen Führerschein, so dass Marcus jetzt leider (;)) die abenteuerlichen Straßen meistern muss, aber egal, alles Wichtige ist da: Familie Schwarz – glücklich auf La Réunion.

Covid-19 Test:
Wie ihr ja sicher wisst, gibt es aktuell diverse Anforderungen bestimmter Länder bzw. Gebiete, um überhaupt einreisen zu dürfen. Dazu gehört für La Réunion ein negativer Covid-19 Test, der nicht älter als 72 Stunden ist. Den haben wir am Mittwoch vor der Abreise gemacht. Wir haben uns bei Centogen angemeldet, sind zum Hamburg Airport gefahren und standen dann 30 Minuten in der Schlange für angemeldete Testpersonen, jedoch nicht bezahlte Tests. Das war ein Fehler, denn die Glücklichen, welche online bezahlen konnten, waren mindestens 3x schneller und standen sich nicht so die Beine in den Bauch. Also für alle, die es eilig haben: Zahlt online, auch wenn die wirklich nette Person im Service von Centogen euch als Familie am Telefon leider etwas anderes rät. Das Bezahlen der Tests am Flughafen an sich nimmt nämlich unfassbar viel Zeit in Anspruch, was das gesamte Prozedere leider extrem in die Länge zieht. Ermäßigungen für Familien gibt es auch da nicht, ihr zahlt pro Test 60€. Ein Test per Rachenabstrich und dann abwarten. Ja, wir haben gezittert. Denn natürlich waren Pauline und Fritzi bis dato noch in der Schule, wir alle haben Freunde und Familie getroffen, wenn auch einzeln. Aber dennoch, jeder trifft täglich auf Menschen, die wiederum eigene Familien mit anderen Schulen, KiTas oder Jobs im Background haben, so dass man ja nie weiss… . Lange Rede kurzer Sinn: Nach 6 Stunden schon hatten wir ein negatives Testergebnis und jubelten natürlich erstmal kräftig. Let`s go…

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