Tortuguero …Ankunft im paradiesischem „Amazonasgebiet“ Costa Ricas

Im Zick- Zack durch Costa Rica, so kommt uns die aktuelle Reiseroute vor. Es geht nun nach vier angenehm kühlen Tagen um die 25 Grad 😜 wieder an die karibische Küste, genauer nach Tortuguero. Dies ist eine äußerst schmale Landzunge im Norden Costa Ricas zwischen dem karibischen Meer und Festland, nur mit dem Boot über Dschungelkanäle und einem Netzwerk von Wasserwegen erreichbar. Wir stellten also das Auto auf dem bewachten Parkplatz am kleinen Hafen in La Pavona ab, wo uns sofort die Vermittler für diverse Touren auf Tortuguero ansprachen und Kapitäne versuchten, mit viel Überredungskunst ihre Boote voll zu bekommen. Man darf wirklich nicht vergessen, dass die Menschen hier enorm unter der Pandemie und dem dadurch fehlenden Tourismus leiden. In normalen Zeiten muss man Sorge haben, überhaupt ein Boot zu erwischen, während wir nun mit maximal 15 weiteren Passagieren die Wahl zwischen 6 Booten à 20 Plätzen hatten. Manchmal ist das Werben der Verkäufer zwar ein wenig anstrengend, aber ich muss sagen, bisher blieben alle trotz der aktuellen Krise immer sehr freundlich und vor allem hilfsbereit. Jedenfalls entschieden wir uns für ein eher kleineres Boot und fuhren dann, mit zwei Polizisten an Bord, die aber nur für den Einsatz im Nationalpark Tortuguero übersetzten, schnell dahinfliegende 1 1/2 Stunden durch flache Flussarme, vorbei an tollen Lagunen Richtung Tortuguero. Wir fühlten uns auf jeden Fall sehr sicher 😊.

Der Kapitän steuerte das Boot sehr gekonnt und entspannt zwischen Sandbänken, Bäumen und Gestein im Wasser hindurch. Wir konnten nur staunen. Eigentlich dauert die Überfahrt nur 1 Stunde, doch hatten wir das Glück, dass der Kapitän und der Mitfahrende Ticket- Dealer so relaxed waren und bei vielen Tieren noch langsamer fuhren oder sogar anhielten. Ob das für uns oder die freundliche bewaffnete Polícia Tourística war, weiß ich nicht, vermute aber Letzteres 😜. Wir profitierten jedenfalls davon und entdeckten neben den vielen Vögeln auch Basilisken, Leguane und einige Kaimane, die sich überall entlang der Strecke sonnten. Spätestens nach dem ersten Kaiman konnte ich mir also das „Kinder, Hände bitte raus aus dem Wasser!“ sparen 😂

Später entdeckten wir auch noch eine Schildkröte, die ebenfalls den Kopf gen Sonne streckte und sich nicht von uns stören ließ. Plötzlich roch es ganz unangenehm und der Grund war schnell erspäht. Man folge hier einfach immer den Geiern: Ein Nasenbär? Nee, zu klein. Ein Schwein im Dschungel? Nee, komische Schnauze. Ach menno, ein großer ausgewachsener Tapir war dem Gesetz des Dschungels erlegen. Wenn man das quasi live miterlebt, was sonst nur auf angenehmer Distanz im Fernsehen zu sehen ist, hinterlässt es doch ein merkwürdiges Gefühl. Fressen oder gefressen werden wird hier doch sehr realistisch 😢😱
So wurde schon die Hinfahrt für uns zur geführten Tour und als wir in dem kleinen, gefühlt beinahe schwimmenden Dörfchen Tortuguero ankamen, waren wir schon wieder ganz glücklich und beseelt vom Pura Vida 🧘🏽

In/ auf/ um Tortuguero gibt es kein einziges Auto. Was zu erledigen ist, wird per Flugzeug ( Miniflughafen), mit dem Kahn, zu Fuß oder mit dem Fahrrad gemacht. Dazu gibt es genau einen schmalen Weg von Nord nach Süd. Links und rechts führen hin und wieder Pfade zwischen den Palmen und Bananenstauden zum maximal 50 Meter entfernten Meer oder eben zum Fluss, ebenso nah. Ist schon irre…

Unsere Unterkunft Guesthouse Adventure Tortuguero lag direkt am Fluss und wir hatten von unserer großen Terrasse einen herrlichen Blick über die Wasserstraßen und den Dschungel. Neben uns im Baum balzte allmorgendlich ein tiger heron (Nacktkehlreiher, naja, nur auf engl. hört er sich so imposant an, wie er tatsächlich auch ist 😄). Dafür vollführte er auf unserer Augenhöhe stolzierend witzige Tänzchen und stieß leicht grunzende Geräusche aus, für die er seine Kehle aufblies. Mit viel Glück hüpfte dann mal ein Weibchen zu ihm auf den Ast. Aber irgendwas machte er falsch, denn dies war eher wenig von Erfolg gekrönt. Kaum angehüpft und begutachtet, verschwand das Weibchen auch flott wieder. Das ging so schnell, man könnte meinen, es flüchtete geradezu etwas angewidert. Armer Reiher…😂

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