Sjólheimajökull und Skógafoss… unsere ersten typisch isländischen Hotspots

Damit möchte ich den gestrigen Ausflug in keinster Weise schmälern, aber in meinem Kopf verband ich Island bisher eben mit den kleinen robusten Pferden und mit Vulkanen, Gletschern und Wasserfällen. Erstere sehen wir hier überall, Vulkane bisher aus der Ferne und den Gletscher Sjòlhaimajökull sowie den großen Wasserfall Skogafoss wollten wir heute aus der Nähe bestaunen. Schon nach einer für isländische Verhältnisse recht kurzen Fahrt (1 Stunde 😜) parkten wir bei strahlend blauem Himmel am Gletscher. Nach etwa zehn Minuten zu Fuß standen wir schon vor der langsam dahinschmelzenden Gletscherzunge am kleinen See, in dem schon Eisbrocken in gigantischen Größen und schönen Formationen schwammen. Man stellt sich ja alles immer so schön blau schimmernd im klaren Wasser vor, aber so war es hier nicht. Der schwarze Vulkansand bzw. die abrutschenden Geröllmassen des Vulkangesteins hatten das Eis stellenweise eher dunkelgrau bis schwarz gefärbt, so dass die riesigen Brocken und die Spitze des Gletschers im reinen Weiss des umliegenden Schnees beinahe verstaubt wirkten. Während ich darin eher schöne Muster entdeckte, sprudelten aus unseren Kindern eher enttäuschte Kommentare „Mh, das soll ein Gletscher sein?“ oder „Das Eis ist ja voll schmutzig!“ heraus. Da knallten wohl Fantasie und Realität etwas zu hart aufeinander 😏 Naja, wie heißt es so schön: Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Interessant und traurig war für uns jedoch die Deutlichkeit, mit welcher der Gletscher in den letzten Jahrzehnten ganz offensichtlich schrumpfte. Und da sind sie schon wieder, diese kleinen hartnäckigen Gewissensbisse. Denn irgendwie tragen ja auch wir dazu bei. Das ist mir sehr klar und dieses innere Dilemma zwischen „Ich möchte meinen Kindern die Naturwunder der Welt zeigen, solange sie noch da sind.“ und „Wie viel (Flug)Reisen verträgt die Natur.“ bleibt.

Später fuhren wir zum oft fotografierten Wasserfall Skogafoss. Wir haben vor Jahren mit unseren Kindern die gigantischen Wasserfälle von Iguazu in Argentinien/ Brasilien besucht und trotzdem schaffte es auch dieser Wasserfall, uns zu beeindrucken. Es war gar nicht mal die Höhe oder Breite, sondern vielmehr dieses Zusammenspiel aus Sonne, Regenbogen und diesem saftigen Grün, was diese herabstürzenden Wassermassen umgibt. Wir konnten hier so dicht herangehen, dass diese Kraft der Natur allgegenwärtig war, irre…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: