Tokio – überraschend ruhig für die größte Metropole der Welt
Und was ist mit Tokio? Ein absolutes Muss! Wir waren ob der Größe ja etwas besorgt, aber unsere Tokio Sehenswürdigkeiten und Erfahrungen bei unserem zweiten Besuch in Japans Hauptstadt haben uns wirklich überrascht. Die größte Metropole der Welt? Nachdem wir ja schon u.a. Sao Paulo in Brasilien und Taipeh gesehen hatten, erwarteten wir bei unserem 2. und nun ausführlicherem Besuch eine hektische, laute und überfüllte Riesenmetropole, immerhin 35 Millionen Einwohner im Ballungsraum (dicht gefolgt von Delhi und Shanghai).
Und das erlebten wir dann tatsächlich: Tokio ist erstaunlich ruhig, entspannt, unfassbar sauber und mega organisiert. Ich habe mich tatsächlich ein wenig in diese wunderbare City verliebt! Wir hatten ein kleines (und das meine ich buchstäblich!) Apartment ca. 30 Minuten Bahnfahrt vom Hauptbahnhof Tokios entfernt und konnten uns somit täglich nach einer vergleichbar kurzen Fahrt mit den unterschiedlichsten Bahntypen (etwas verwirrend) ins Zentrum der Stadt, ins Getümmel stürzen. Tatsächlich gab es Letzteres jedoch eigentlich nur an einigen Knotenpunkten, wie z.B. der weltberühmten Kreuzung in Shibuya, dem Hauptbahnhof (wie ein in Panik versetzter Ameisenhaufen!) oder an den typischen Sehenswürdigkeiten (Asakusa Tempel). Ansonsten war es erstaunlich ruhig und wir genossen unsere Sightseeing-Touren mit einem Kaffee in der Hand entspannt schlendernd, kein Gedränge, Geschubse oder so.
Nur einmal, als so ganz untypisch ein Zug ausfiel, erlebten wir dieses stressige Gewusel, jedoch in wirklich überschaubarem Maße. Und ja, die Hauptlinien der Subways sind zu Stoßzeiten extrem (!) voll, so dass sich wirklich die letzten Passagiere rückwärts hineinquetschen und die sich schließenden Türen mit der Nasenspitze berühren. Dennoch läuft dies ohne Gedrängel oder Geschrei ab. Wenn ich da an Berlin denke…🤭 Wenn man den Berufsverkehr aber umgeht oder einfach nur eine Bahn abwartet und man somit ja als erster an der markierten Linie zum Einstieg steht, reist man überwiegend entspannt. Hin und wieder ergattert man zwar keinen Platz, aber das hält man als Urlauber schon aus.






Tokios Skyline bei Nacht und der Blick vom Skytree
Besonders beeindruckt hat uns die Skyline Tokios. Wir haben diese Stadt ja mehrfach nachts erlebt und der Blick über die Skyline am Ufer des Sumida vom Hafen aus sowie die Aussicht von oben auf das nächtliche Tokio vom Skytree waren einfach überwältigend. Das hatten wir bisher noch nicht erlebt. Wahnsinn! Der kleine Weihnachtsmarkt am Fuße des Skytrees sorgte anschließend zwar für ein wenig Heimweh, konnte aber diese Glücksgefühle nicht wirklich schmälern, welche die vielen tollen Eindrücke des Tages ausgelöst hatten. Ganz im Gegenteil, irgendwie machte es doch eher deutlich, dass wir diese Zeit hier als Geschenk nutzen und uns auf eine schöne Familienzeit mit unseren Liebsten im nächsten Jahr freuen dürfen. 🎄😍






Herbst in Japan: Fuji-Blick und Weiterreise nach Fujikawaguchiko
Gefallen hat uns Hamburgern natürlich auch den Hafen. Dieser ist selbst für uns gigantisch und vom Telecom-Gebäude aus hatten wir einen erstklassigen Rundblick und das, während wir mal wieder gratis etwas SPA auf einen Massagestuhl vorm Panoramafenster genießen durften. Außerdem haben wir vom Observationdeck des Rathauses zum ersten Mal (endlich!) die schöne Herbstfärbung der Bäume wahrgenommen und den leicht mit Schnee bedeckten Fuji gesehen. Das machte uns natürlich Lust auf mehr und „schon“ am Abend buchten wir unser Auto, welches uns ein paar Tage später nach Fujikawaguchiko ( bedeutet in etwa: Der See, der an einer Flussmündung am Fuji liegt. 😉) bringen sollte. Dies war ja Ziel unserer Rückkehr, ein herbstliches Japan mit hoffentlich verschneitem Fuji. Und siehe da, es passte!






