Fledermäuse Goa Bangkang Prabu: Spektakel bei Sonnenuntergang
Fledermäuse Goa Bangkang Prabu: Spektakel bei Sonnenuntergang

Fledermäuse Goa Bangkang Prabu: Spektakel bei Sonnenuntergang

Goa heißt übersetzt Höhle, und Berichten zufolge gibt es hier in der Goa Bangkang Prabu bei Sonnenuntergang ein echtes Spektakel zu beobachten. In dieser Höhle leben tausende Fledermäuse verschiedenster Arten, und sobald es dunkel wird, verlassen sie die Höhle und gehen auf Futtersuche.

Wir hatten recherchiert, dass man gegen 18:00 Uhr dort sein sollte – das erwies sich jedoch als viel zu früh. Eigentlich hätten wir nur nachschauen müssen, wann die Sonne untergeht, denn genau das ist das Signal für die Tiere. So standen wir beinahe eine Stunde neben dem Höhleneingang und warteten, von Mücken malträtiert, auf die Show. Marcus vertrieb sich die Zeit mit einer kleinen Führung durch die Höhle und musste dabei durch Fledermauskot und Kadaver steigen – vom Gestank ganz zu schweigen. Ich wollte mir das nicht noch einmal antun, denn meine Erinnerung an die Höhle auf Borneo war noch sehr frisch 😜.

Im Inneren der Fledermaushöhle

Den Eintritt von etwa 3 Euro zahlt man an einer kleinen Bar, wenn man hinein möchte. Das eigentliche Spektakel draußen – der Ausflug der Fledermäuse – ist kostenlos zu beobachten. Für die 3 Euro bekommt man einen Helm, eine Lampe, eine Atemmaske und einen Guide. Dieser führte unsere kleine Gruppe direkt in die Höhle.

Kaum waren wir drin, wurde sofort klar, warum die Atemmaske nötig ist. Der Geruch hätte einem ohne Schutz buchstäblich den Atem genommen. Dazu kam eine Geräuschkulisse, die ihr Übriges tat. Noch bevor wir überhaupt eine Fledermaus gesehen hatten, war klar: Hier sind abertausende.

Dann tauchten die ersten Tiere im Lichtkegel unseres Guides auf. Wir standen in einer kleinen Vorhöhle, deren Decke bereits komplett bedeckt war – alles zappelte und bewegte sich. Von dort aus gingen wir weiter in den nächsten Abschnitt, begleitet von den Witzen des Guides, der die Stimmung etwas auflockern wollte. Denn in dieser dunklen, stickigen Umgebung kann es durchaus unheimlich werden, wenn die kleinen „Vampire“ um einen herumschwirren.

Der Boden war stellenweise mit Brettern ausgelegt. Warum, wurde mir schnell klar: Einmal trat ich unglücklich daneben in einen weichen Untergrund, und mein Fuß versank gut 10 cm darin. Ich wollte gar nicht wissen, worin genau ich da stand, und habe es lieber ignoriert. Wahrscheinlich über Jahrtausende angesammelter Guano – durchsetzt mit allem, was sich dort sonst noch so tummelt. Also schnell zurück aufs Brett und den Blick wieder nach oben.

Die Haupthöhle war beeindruckend groß. In alle Richtungen führten weitere kleine Bereiche, in denen ebenfalls unzählige Fledermäuse unterwegs waren. Nach etwa 10 Minuten war die Tour auch schon vorbei. Über eine Leiter kletterten wir nach oben und verließen die Höhle an genau dem Ausgang, aus dem später die Tiere in die Nacht hinausströmen würden.

Der Moment: Wenn tausende Fledermäuse starten

Beinahe zweifelten wir schon daran, ob wir das Phänomen überhaupt noch erleben würden, als plötzlich die ersten Fledermäuse hektisch aus der Höhle hinaus- und wieder hineinflogen. Dieses Verhalten steigerte sich langsam über etwa 15 Minuten – und dann ging alles ganz plötzlich.
Das Geschrei wurde lauter, und wie auf ein unsichtbares Signal hin schossen scharenweise Fledermäuse aus der Höhle, dicht über unsere Köpfe hinweg. Jetzt war auch klar, warum ein Kopfschutz empfohlen wird – und warum man besser nicht direkt im Ausgang steht.

Der Strom an Tieren schien kein Ende zu nehmen. Es fühlte sich an wie eine Naturdokumentation mit einem Hauch Horrorfilm der 50er-Jahre.
Erst nach etwa 30 Minuten wurde es etwas ruhiger – wenn auch nur minimal.
Diese Erfahrung war absolut einzigartig und trotz aller Mückenstiche definitiv empfehlenswert.

Wo waren unsere Stopps nochmal? Auf dieser Karte (FindPenguins) markieren wir unsere komplette Reiseroute 2025/2026 live, von Japan über Taiwan, Singapur, Malaysia, Indonesien, Australien, Neuseeland, Tahiti und ??? 

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