Das Great Barrier Reef konnte uns nicht ganz überzeugen
Das wir definitiv auf unserer Reise nochmal Tauchen werden, stand eigentlich schon direkt nach unserem Tauchschein fest. Gesagt, getan, und was bietet sich mehr an als das weltberühmte Great Barrier Reef, wenn wir schon vor Ort sind? Nachdem die Erwartungen in Port Douglas, welche wahrscheinlich einfach zu hoch waren, nicht wirklich erfüllt wurden und wir unseren Tauch-Guide über mögliche Alternativen auf unserer Route ausgefragt haben, blieb ein Ort hängen: Byron Bay.
Auf der Suche nach einer Tauchschule in Byron Bay
Nun sind wir also hier, in Byron Bay. Der Ort ist wirklich toll, auch ohne zu tauchen. Aber diese eventuell letzte Möglichkeit im Sabbat zu tauchen, wollte ich nicht ungenutzt verstreichen lassen. Also rein in die Recherche. Diese war schwieriger als gedacht und auf der Suche nach Tauchschulen irrten wir ein wenig umher. Hier ein nicht mehr existierender Veranstalter, dort ein bereits geschlossenes Büro. Das begann ja vielversprechend. Am Ende blieb nur eine letzte Tauchschule übrig, die tatsächlich existierte und noch geöffnet hatte.
Ein Platz auf der Warteliste – und plötzlich ging alles ganz schnell
Nach einem kurzem Gespräch stand leider fest, dass alle Spots für den kommenden Tag, unserem einzigen Zeitfenster, bereits belegt waren. Mist! Unsere einzige Option: die Warteliste. Ich ließ mich draufsetzen, auch wenn ich mir wenig Hoffnung machte. Sandra verzichte diesmal, falls es also klappen sollte, wäre ich allein unterwegs.
Trotz wenig Hoffnung planten wir den Tag so, dass ich mich „glücksfalls“ sofort aufmachen konnte. Und tatsächlich, die positive Nachricht kam. Jetzt hieß es alles stehen und liegen zu lassen und sofort zur Tauchbasis zu laufen, um noch rechtzeitig vor Ort zu sein. Ich schaffte es, doch es blieb keine Zeit für viele Fragen mehr. Nun musste ich mich schnell Umziehen, Material checken, an alles denken und ab in den Kleinbus mit den anderen Tauchern.


Mit dem Schlauchboot hinaus zur Julian Rocks Marine Reserve
Wir fuhren zum Strand, wo gerade die Schlauchboote ins Wasser gelassen wurden und wir wenig später einsteigen konnten. Lustigerweise bestand unsere Gruppe fast nur aus Deutschen, welche aber wesentlich mehr Taucherfahrung hatten als ich und ihre Urlaube praktisch nur mit Tauchen verbrachten.
Tauchen zwischen Sandhaien, Leopardenhaien und Rochen
Schon startete die Tour zu einer kleinen, vorgelagerten Insel. Wir vertauten die Boote und dann ging es schon ins Wasser. Wir ließen uns, einen nach dem anderen, am Seil hinab. Das Wasser war mit vielen Schwebeteilchen durchsetzt, aber immer noch gut genug zum Tauchen. Unten angekommen wurde mir klar, dass dieser Tauchgang anders wird als am Great Barrier oder den Gillies. Hier herrschte eine wesentlich stärkere Strömung gegen die ich anschwimmen musste und ich war inmitten einer komplett anderen Unterwasserwelt. Keine süßen kleinen „Karibikfische“, sondern stattdessen schwamm ich inmitten der Sandhaie, Leopardenhaie, Rochen und in Schwärmen größerer Fische.
Mein persönlicher Gänsehautmoment unter Wasser
Wir tauchten durch eine Unterwasser-Felsenlandschaft und trotz ihrer Größe strahlten die Leopardenhaie keine Gefahr aus. Es war einfach fantastisch diese sanft an einem vorbei gleitenden Meeresbewohner bestaunen zu können. In einer Passage zwischen 2 Felsen schwamm plötzlich ein großer Schwarm Fische direkt auf mich zu, umschloss mich und verschwand auch ebenso schnell, wie er aufgetaucht war. Wow, mein Gänsehautmoment! Eine kleine Schildkröte kreuzte auch noch unseren Weg.
Die Zeit verging wieder wie im Flug, der Sauerstoff neigte sich dem Ende zu und wir tauchten langsam auf. Nachdem alle ins Boot geklettert waren, ging es wieder zurück Richtung Strand und wir tauschten uns aus, was wir so gesehen hatten. Ich hatte wohl einen besonders großen Leopardenhai verpasst, der direkt über mir schwamm, während ich die kleine Schildkröte filmte. Weil man aber unter Wasser nur mit Handzeichen kommunizieren kann, hatten die anderen keine Chance mich darauf aufmerksam zu machen. Ich war ja auf die Schildkröte fokussiert.
Der ganze Tauchgang war wirklich einzigartig und beindruckend. Absolut empfehlenswert!
Warum Australien für uns die Nummer 1 bleibt
Sandra wartete schon neugierig an der Tauchschule auf mich und nachdem ich ihr alles erzählt hatte, gingen wir um die Ecke ins Restaurant. Tauchen macht verdammt hungrig! Auf dem Weg zurück zum Campingplatz beobachteten wir zum Abschied noch ein letztes Mal die Kolonie der Flughunde, die sich langsam startklar für ihren Abendflug machten.
Ein ganz „normaler“ Australientag also. Und eben wegen dieser unnormalen „Normalität“ hat sich Australien in die Topp 1 unserer Reiseländer platziert.
Wo waren unsere Stopps nochmal? Auf dieser Karte (FindPenguins) markieren wir unsere komplette Reiseroute 2025/2026 live, von Japan über Taiwan, Singapur, Malaysia, Indonesien, Australien, Neuseeland, Französisch Polynesien und den USA.
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