Blue Mountains in Australien – Nebel, Wentworth Falls und überraschend kalte Tage
Blue Mountains in Australien – Nebel, Wentworth Falls und überraschend kalte Tage

Blue Mountains in Australien – Nebel, Wentworth Falls und überraschend kalte Tage

Von Sydney in die Blue Mountains

Ruck zuck war unsere Zeit in Sydney auch schon vorbei und wir freuten uns auf ein paar Tage Ruhe in der Natur rund um die Blue Mountains. Wir genossen diese Zeit wirklich sehr, wenn uns auch der Temperatursturz vor allem in den ersten beiden Tagen ziemlich frösteln ließ. Fast haben wir schon Indonesien vermisst. Aber nur fast!

Wie schön kann eine Stadt denn bitte liegen? Man setzt sich mal eben in die U- Bahn und ist schon an tollen Stränden am Pazifik oder fährt wie wir 1,5 Stunden mit dem Auto und kann in einer fantastischen Berglandschaft wandern gehen. Das wünschte ich mir auch für Hamburg!

Temperatursturz statt australischer Sommer

Nach einer nervenaufreibenden Ausleihe beim Anbieter East Coast Rental (NICHT zu empfehlen!) empfingen uns die Blue Mountains leider mit kühlen 14°C und Sprühregen. Dieser Temperatursturz innerhalb weniger Tage war für uns zwar anfangs noch gar nicht so schlimm, aber später, als wir das Hotelzimmer in Leura bezogen, froren wir wirklich sehr in einem noch unbeheizten Zimmer und zitterten wie Espenlaub. Wir sind ja aus Deutschland eher Fußbodenheizung oder zumindest Heizkörper gewöhnt. Im Hotel jedoch heizten wir nur mit einer kleinen Klimaanlage ein Zimmer, welches jedoch eine große einfachverglaste Fensterfront hatte. Isolierung? Nix da! Also holten wir unsere Wintersachen raus, die ja seit dem Fuji in den Tiefen unseres Gepäcks verschwunden waren.

Zum Glück ist das Wetter in den Bergen ja sehr wechselhaft und so hörte es auch recht bald auf zu regnen. Durch das stetige Auf und Ab wärmten wir uns auch recht schnell auf und konnten trotz der dichten Nebelschwaden sogar die vielen Papageien und Kakadus genießen, welche abends in Scharen über die Bäume flogen.

Wentworth Falls im dichten Nebel

Auch am nächsten Morgen starrten wir von unserer Terrasse aus auf eine dichte Nebelwand. Da hieß es nur auf bessere Sicht hoffen und die Zeit nutzen. Unsere Klimaanlage war leider sehr laut und zu ineffektiv, so dass wir in der Nacht gefroren und auch schlecht geschlafen haben. Nach kurzer Rücksprache mit der Rezeptionistin durften wir unser Zimmer wechseln: größere und leisere Klimanalage = kuschelig warm in 15 Minuten. Als wir uns etwas aufgewärmt hatten fuhren wir auch schon zu den Wentworth Falls und wanderten trotz der dicken Nebelschwaden erstmal los. Wir waren dick eingemurmelt und ich wunderte mich, weshalb uns Besucher mit T-Shirts und kurzen Hosen entgegenkamen.

War ich so eine Frostbeule? Kurze Zeit später sahen wir zumindest im Umkreis von 20 Metern die oberen Wasserfälle, konnten jedoch noch nicht ins Tal blicken. Nur hin und wieder zeigten sich ein paar Bäume oder Felsen hinter der dicken Nebelwand. Wir hörten die Wasserfälle nur und liefen stur den einzigen Weg entlang, der für uns sichtbar war. Wohin der führte? In diesem Moment hatten wir keine Ahnung und hofften nur, dass es der richtige Weg zu einem tollen Lookout oder so war. Immerhin ging es hier ziemlich schnell an senkrecht aufragenden bunten Sandsteinfelsen steil bergab, krumme und schiefe Stufe um Stufe. Deshalb schwitzten die Leute also so sehr, natürlich musste man ja auch wieder hinauf! Hoffentlich lohnte sich der Weg oder die kleine Sporteinheit am Morgen. Entgegenkommende Kraxler beschwörten es zumindest also zwängten wir uns weiterhin an ihnen vorbei und hinunter.

Plötzlich öffnet sich der Blick ins Tal

Kurz vor dem Ziel freuten wir uns gerade noch über ein kleines Loch in der dichten Wolkendecke, als plötzlich wie von Zauberhand alle Wolken über uns weggepustet waren. Simsalabim und schon standen wir unten am Fluß und schauten hinauf auf die Wentworth Falls in ihrer Pracht. Naja, so riesig waren sie zwar nicht, aber die gesamte Kulisse war traumhaft: Hohe Wasserfälle zwischen den gelb-orangeroten Felsklippen in einem gigantischen grünen Tal der Blue Mountains, aus welchem als i-Tüpfelchen noch ganz langsam die Wolken aufstiegen. Malerisch.

Der Rückweg? Natürlich wunderten sich sicherlich ankommende Besucher, warum wir bei diesen Temperaturen in T-Shirt und nun auch kurzer Hose wandern gingen.

Sonne, Regen und gemütliche Pausen

Den gesamten Tag verbrachte die Sonne damit, sich durch die Wolkendecke zu kämpfen, mal mehr und mal weniger erfolgreich. Bis in die Abendstunden nutzten wir die sonnigen Momente um weitere sehenswerte Fleckchen der Blue Mountains zu entdecken. Die regnerischen Augenblicke verbrachten wir in einem kleinen Diner damit, heiße Schoki zu trinken und leckere Kürbissuppe zu essen oder ein paar Mitbringsel für die Lieben zu kaufen. 

Papageien, Kakadus und ein glücklicher Fotograf

Während ich schon total müde ins Bett fiel und mich einkuschelte, zog Marcus später am Abend nochmal los und wollte ein paar der vielen Papageien fotografieren. Nachdem er sich ruhig an sie herangepirscht hatte und eine Weile geduldig bewegungslos unter ihnen verharrte, nahmen diese munteren Vögel ihn scheinbar gar nicht mehr wahr. Nun war er ein sehr glücklicher Fotograf mittendrin in diesem Geschnatter und Geflatter, Gezwitscher und Gezeter.

Wo waren unsere Stopps nochmal? Auf dieser Karte (FindPenguins) markieren wir unsere komplette Reiseroute 2025/2026 live, von Japan über Taiwan, Singapur, Malaysia, Indonesien, Australien, Neuseeland, Französisch Polynesien und den USA. 

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