Arthur’s Pass – Keas hautnah erleben: Unsere Begegnung mit Neuseelands frechen Bergpapageien
Arthur’s Pass – Keas hautnah erleben: Unsere Begegnung mit Neuseelands frechen Bergpapageien

Arthur’s Pass – Keas hautnah erleben: Unsere Begegnung mit Neuseelands frechen Bergpapageien

Auf der Suche nach den Keas im Arthur’s Pass

Recherchiert man im Netz ist eigentlich der beste Ort um diese schlauen Vögel anzuschauen das Fjördland im Süden der Insel. Nun waren wir aber schon ziemlich weit davon entfernt und bis auf die beiden frechen Exemplare am Franz Josef Gletscher waren sie uns sonst nirgends begegnet. Nun sollte sich dies nach einer etwa 90 minütigen Tour nach Arthur’s Pass ändern. 

Eine traumhafte Fahrt durch die Berge

Die Fahrt hinauf Richtung gleichnamigen Nationalpark führte an der Küste vorbei langsam in die Berge. Dabei schlängelte sich die Straße vorbei an Schaf- und Kuhweiden, kleinen Wasserfällen, grünen Hügeln und über große Brücken – typisch Neuseeland eben. Irgendwann erreichten wir dann das pittoreske Örtchen, ursprünglich als Versorgungsstation für Arbeiter eingerichtet, die am Bau dieser Verbindungsstraße zwischen der West- und Ostküste mitwirkten. 

Der erste Kea wartet schon im Café

Und siehe da, schon nach wenigen Metern entdeckten wir den ersten Kea. Nicht etwa auf in der Luft, auf einem Baum oder am Wasserfall. Nein, dieser saß auf einem Tisch im Café des Ortes. Wir setzten uns auf die Terrasse, schlürften ein Käffchen und schon kam er angehüpft, der neugierige Kerl. Er kletterte vom Geländer auf den Tisch, schaute sich die Tassen an und schnappte sich dann Marcuss Objektivdeckel der Kamera mit seinem Schnabel und wollte seine Beute davontragen. Glücklicherweise war ihm dieser doch zu „unschnabelig“, denn er ließ ihn wieder fallen, hüpfte weiter zu Pauline und suchte auf dem Boden nach Krümeln. Jetzt wurde uns auch klar, warum hier so viele Touristen waren.

Vom „Schafsmörder“ zum geschützten Nationalvogel?

Die verspielten Keas haben wirklich kaum Berührungsängste, obwohl es für sie sogar bis vor kurzem noch Abschussprämien gab, weil sie als „Schafsmörder“ verschrien waren. Dieser Mythos der „Schafsmörder“ besagte, dass Keas Schafe angreifen, um deren Fettreserven zu fressen. Es gibt seltene, belegte Fälle, in denen Keas tote oder kranke Schafe attackierten, doch dienten die Vögel im 20. Jahrhundert vor allem als bequemer Sündenbock für andere Probleme. 

Die neuseeländische Regierung gab daher leider Abschussprämien aus, was die Papageienart an den Rand der Ausrottung brachte. Seit 1986 stehen sie jedoch unter Artenschutz.

Wo waren unsere Stopps nochmal? Auf dieser Karte (FindPenguins) markieren wir unsere komplette Reiseroute 2025/2026 live, von Japan über Taiwan, Singapur, Malaysia, Indonesien, Australien, Neuseeland, Französisch Polynesien und den USA. 

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