Die Zeit im Wohnmobil neigt sich langsam dem Ende zu und eine kleine Perle hoben wir uns noch bis zum Schluss auf: Anna Bay. Nach ein wenig Buschbrand-Aufregung* sollten uns hier noch riesige Sanddünen und jede Menge Spaß im Sand erwarten.



Anna Bay: eine kleine „Wüste“ Australiens
Diese Bucht ist bekannt für ihre hohen Sanddünen und kristallklares Wasser. Wir waren sehr gespannt, wurden aber auf der Fahrt erstmal verunsichert, weil wir auf. Der A1 kilometerlang durch dicke Rauchschwaden und Brandgeruch fuhren. Es ist schon ein ungutes Gefühl, wenn plötzlich nur noch eine Rauchwarnung auftaucht und alles um einen herum nicht mehr saftig grün und sonnig ist, sondern in einem dichten stinkendem Grau verschwindet. Dank der behördlichen Warnseiten fanden wir schnell heraus, dass es zwar ein Buschbrand, dieser jedoch unter Kontrolle war.
Sandboarding, Kamele und Kindheitserinnerungen
Somit konnten wir erstmal weiterfahren und erreichten nach etwa heutigen 250km Fahrt den Campingplatz. Als wir am kommenden Tag zu den Sanddünen spazierten, erwarteten wir zwar Dünen a la Sylt und vielleicht ein wenig mehr, aber bei Weitem nicht das: Womit in Marokko als „Wüste“ geworben wird, erstreckte sich hier über insgesamt 15km herrlichste hohe Sanddünen zwischen dem tosenden Pazifik und urigem Eukalpytuswald. Es gab sogar Kamele, „Strand-Safari“- Touren und natürlich das obligatorische Dünen- Surfing. Nach dem Marcus und ich uns endlich auf die Dünen gekämpft hatten, entdeckten wir wieder das Kind in uns und tobten jauchzend die Hügel hinauf und hinab.



Sandfliegen? Zum Glück nur falscher Alarm
Als kurz meine Vernunft siegte und ich nach Sandfliegen googelte, verfiel ich kurz in Panik. Angeblich sollte es dort von diesen fiesen Insekten nur so wimmeln. Marcus lachte nur und noch mehr, als ich mich schnell zwischendurch komplett mit Repellent einschmierte. Nach dem nächsten Wettlauf, wer denn zuerst unten ankäme, wähnte ich mich noch frisch paniert auf der sicheren Seite. Später war ich nur froh, dass mich der Busfahrer auf dem Rückweg nicht rausschmiss, denn immerhin sah ich echt wie ein Schnitzel aus. Am Abend musste ich jedoch feststellen, dass mein Göttergatte recht behalten sollte. All der Aufwand war umsonst, denn tatsächlich hatte er nicht einen einzigen Biss. Glück gehabt;)!



* Auf natürliche Weise entzündete Buschfeuer z.B. durch Blitze sind in Australien weit verbreitet und nicht per se schlecht sondern gehören hier zur Natur, sind sogar hilfreich für das Entstehen neuer Pflanzen und somit gut für den Bio-Kreislauf. Problematisch wird es, wenn diese Feuer großflächig werden und nicht mehr unter Kontrolle sind. Dann erholt sich der Regenwald nur sehr langsam und wichtiger Lebensraum der Tiere wird zerstört.
Wo waren unsere Stopps nochmal? Auf dieser Karte (FindPenguins) markieren wir unsere komplette Reiseroute 2025/2026 live, von Japan über Taiwan, Singapur, Malaysia, Indonesien, Australien, Neuseeland, Französisch Polynesien und den USA.
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