Wir beschlossen unsere verbleibenden Stunden im wunderschönen Australien an Sydneys berühmten Strand zu verbringen, dem Bondi Beach Sydney. Dabei überraschten uns dort eher die ruhigeren Küstenweg abseits des Trubels. Getrübt wurde der herrliche Tag durch einen unnötig aggressiven Busfahrer, der Marcus wegen eines Missverständnisses aussteigen ließ. Beinahe hätten wir nicht mehr bis Abflug warten müssen, weil uns der Busfahrer sehr gern persönlich aus „seinem“ Land geworfen hätte.
Bondi Beach Sydney – berühmter als beeindruckend
Uns aus den Medien als der Strand Sydneys bekannt, wollte ich Australien nicht verlassen, ohne mir zumindest selbst einen Eindruck davon gemacht zu haben. Nachdem wir in unserem Flughafenhotel eingecheckt hatten, machte ich mich gleich auf den Weg zur U- Bahn. Marcus wollte nochmal sein Graffiti fotografieren, daher fuhr ich schon vor. Als ich nach etwa 40 Minuten am Bahnhof Bondi Junction ankam musste ich in den Bus Richtung Bondi Beach Nord einsteigen. Ein wenig musste ich nach der richtigen Haltestelle suchen, aber als ich eine sehr lange Schlange mit vielen Jugendlichen und einigen unter ihnen mit Surfbrettern entdeckte, war mir klar, dass ich fast am Ziel war. Der Bus ließ ein wenig auf sich warten und dann drängelte sich der Großteil schon hinein.
Weitere 10 Minuten später und schon stand ich am Bondi Beach Sydney. Mhm…ein netter Strand mit einem Parkplatz und einer Wiese, dahinter direkt eine große Straße, Hippster-Läden und Restaurant. Vermutlich hatte ich zu viel erwartet, aber das war ja sowas von langweilig. Es wimmelte nur so von in knappen Bikinis und bunten Badeshorts flanierenden Bodybuildern und Jugendlichen. Von dem Attentat am 14. Dezember war nichts mehr zu spüren geschweige denn in Form von Blumen oder so zu sehen. Irgendwie ist es ja auch gut, dass wir Menschen meistens schnell wieder in ihren fröhlichen Alltag zurückfinden können, aber es wirkt auch bizarr, dass an dem Ort eines solchen Verbrechens die Spuren durch sehr viel Oberflächlichkeit oder vielleicht auch Optimismus und Lebensfreude weggespült werden.




Der Bondi to Coogee Coastal Walk begeistert mehr als der Strand
Als Marcus dann später dazukam, flüchteten wir schnell auf den Coast Walk und dann wurde es auch schön. Entlang der Küste führt ein schöner Weg von Bucht zu Bucht und keine davon ist überlaufen. Keine 10 Minuten Fußweg vom Bondi Beach mit seinem Schwimmbecken in den Felsen entspannt sich hier wohl eher der geübte Surfer auf dem Wasser oder treffen sich kleine Cliquen und Familien am Strand. Diese Atmosphäre hat uns sehr gut gefallen.
Australische Busfahrer haben immer recht! (?)




Am kommenden Morgen um 6:45 Uhr sollte unser Flug nach Queenstown in Neuseeland starten. Daher machten wir uns nun mit dem warmen Licht des Sonnenuntergangs auf den Rückweg zum Hotel. Als wir in den vollen Bus einsteigen wollten, sagte der Busfahrer zu Marcus (hinter mir), dass er aussteigen und weiter hinten einsteigen sollte. Marcus hatte ihn nicht richtig verstanden und sagte ihm zu, dass er gleich durchgehen würde. Sofort war dieser Busfahrer auf 180 und befahl Marcus, seinen (!!!) Bus sofort zu verlassen. Verwirrt fragte Marcus ihn, warum er jetzt aussteigen sollte. Nun schon beinahe vor Wut rot im Gesicht schrie der Fahrer Marcus entgegen, dass der Bus erst weiterfahren würde, wenn er ihn verlassen hätte.
Ich versuchte dem Fahrer noch zu erklären, dass dies mein Ehemann ist und er ihn am Anfang nur nicht sofort verstanden hätte und dies ein Missverständnis sei, aber da war es schon zu spät. Dieser Testosteron gesteuerte Idiot ließ nicht mit sich reden und ich bugsierte meinen ebenso wütenden und mittlerweile laut schimpfenden Mann hinaus. Wie zwei Hähne schnauzten sie sich an, der eine auf Deutsch und der andere auf Englisch…schrecklich.
Leider haben die Busfahrer in Australien quasi wirklich eine Art Hausrecht und können Passagieren die Fahrt verweigern. Das ist ja grundsätzlich auch in Ordnung, wenn sie potentiell gefährlich wirken, aber jemanden rauszuwerfen, der offensichtlich etwas nicht richtig verstanden hat, ist schon sehr willkürlich und hinterlässt einen sehr bitteren Beigeschmack. Vielleicht sollte das Personal besser geschult oder vor allem besser ausgewählt werden. Dieser Busfahrer war mega aggressiv und scheinbar sehr genervt von seinem Job. Blöd nur, dass wir als Touris dadurch ein echt schlechtes Erlebnis mit Sydney verbinden. Hätte irgendwie nicht sein müssen…
Wo waren unsere Stopps nochmal? Auf dieser Karte (FindPenguins) markieren wir unsere komplette Reiseroute 2025/2026 live, von Japan über Taiwan, Singapur, Malaysia, Indonesien, Australien, Neuseeland, Französisch Polynesien und den USA.
Hat dir unser Reisetagebuch gefallen? Wir freuen uns über ein ⭐️ Like oder deine Gedanken, Anregungen und Fragen in den Kommentaren!
