Koalas auf Magnetic Island: Australiens süßeste Begegnung in freier Wildbahn
Koalas auf Magnetic Island: Australiens süßeste Begegnung in freier Wildbahn

Koalas auf Magnetic Island: Australiens süßeste Begegnung in freier Wildbahn

Ich erinnere mich noch daran, dass Paulines Sandkastenfreund bereits im Alter von 4 Jahren von seinem Lieblingstier, dem Koala schwärmte. Dies sei das süßeste Tier der Welt und sehe so kuschelig aus.

Mit der Fähre nach Magnetic Island

Die  kleine Insel „Magnetic Island“ wirbt mit Australiens größter Population wild lebender Koalas auf dem Forts Walk und den Felswallabys in der Geoffrey Bucht. Die Überfahrt von Townsville zur Insel dauert etwa 45 Minuten und anschließend steigt  man in einen der Busse und kann sich direkt am Start des Forts Walk (Spaziergang entlang der Ruinen aus dem 2. Weltkrieg) absetzen lassen. Hier startet ein wunderschöner und sehr gut ausgebauter Wanderweg durch riesige Eukalyptushaine und genau darin liegt der eigentliche Charme bzw. das eigentliche Ziel der Wanderung. In diesem Naturschutzgebiet leben Koalas in freier Wildbahn und während man versucht einen Koala zu entdecken, genießt man die herrliche Aussicht auf die verschiedensten Buchten der Insel. Anfangs konzentrierten wir uns sehr auf die Eukalyptusbäume, weil diese hochspezialisierten Feinschmecker täglich bis zu 1kg dieser Blätter verzehren. Es gab also Unmengen der Bäume, doch nirgends entdeckten wir einen Koala.

Die geheimen Pfeile der anderen Wanderer

Nach etwa 15 Minuten kamen uns nacheinander mehrere Besucher entgegen, die uns ganz fröhlich von ihren Koala-Sichtungen berichteten. Tatsächlich wären mehrere gleich in der Nähe, gar nicht zu verfehlen und dann gab es den richtigen, den wahrhaftigen Tipp: Wir müssten nur auf die Pfeile achten, die andere Touristen aus Stöckern auf den Boden gelegt hätten, ähnlich einer Schnitzeljagd. Fortan schauten wir also nicht mehr auf die Eukalyptusbäume, sondern nur noch auf den Weg.

Unser erster Koala in freier Wildbahn

Schon nach etwa 300m war es dann soweit. Wir entdeckten einen ersten Pfeil, der Richtung Wäldchen auf einen kleinen Trampelpfad zeigte. Diesem folgten wir und wirklich, etwa 15 Schritte weiter saß ein ausgewachsener schläfriger Koala auf Augenhöhe im schützenden Blätterdach eines beliebigen Laubbaumes direkt vor uns. Dies war das zweite Learning: Wir mussten nicht im lichten Blätterdach der Eukalyptusbäume schauen, sondern eher an Bäumen, die wirklich Schatten warfen. Eigentlich auch logisch, denn nicht nur wir suchen zur Mittagszeit Schatten in der prallen Hitze.

Mama Koala mit Jungtier – ein unvergesslicher Moment

Irgendwie schien es geradezu unwirklich, dieses flauschige, entspannte Wesen in solch kurzer Entfernung und doch in freier Wildbahn beim Dösen zu beobachten. Später entdeckten wir dank der Pfeile und unseres veränderten Blickwinkels noch weitere Koalas und alle wirklich in greifbarer Nähe, sogar eine Mama mit Jungtier. Wir konnten sogar ihre Augen und Pfoten im Traum Zucken sehen. Sie ließen sich gar nicht stören bzw. waren sie alle gerade im Ruhemodus, um während der Mittagshitze Energie für die kühleren Abendstunden zu tanken, um dann wieder auf die Eukalyptusbäume zu wechseln. Zugegeben, ich musste ehrlich an mich halten, die Koalas nicht zu streicheln nur weil ich es könnte. Knapp 17 Jahre möchte ich Flemming sagen: Du hattest absolut recht! Der Koala ist eines der süßesten Tiere der Welt und sieht wirklich so kuschelig aus!

Rückweg mit Känguru, Trampen und Gewitterwolken

Auf unserem Rückweg hüpfte uns noch ein kleines Känguru über den Weg und als wir am Ausgang ankamen, stellten wir leider fest, dass der nächste Bus Richtung Fähre erst 1 Stunde später fahren sollte. Wandern? Eine Stunde durch das Mückenparadies. Mit dem Bus zur nächsten Bucht fahren? Gewitter zog auf und wir würden dann eine Fähre (vermutlich im Gewitter) 2 Stunden später nehmen müssen. Also blieb nur: Hitch hiking (Trampen). Wir waren ja zu zweit und was sollte hier schon passieren? Marcus hielt es für sinnlos, doch ich war guter Dinge. Dieser Tag konnte nur gut enden, denn immerhin hatten wir ja 6 Koalas und 1 Känguru gesehen! Und wirklich, nach nur 2 Minuten, beim 3. Auto hatten wir Glück. Eine B&B Besitzerin fuhr mit ihrem kleinen Sohn gerade Richtung Fähre und sammelte uns ein.

Geoffrey Bay, Kakadus und die unsichtbare Gefahr der Sandfliegen

So hatten wir sogar noch etwas Zeit, um uns kurz vorher an der Geoffrey-Bucht absetzen zu lassen, um dann am Meer entlang zum Hafen zu wandern. Wallabies sahen wir hier zwar nicht mehr, aber witzige graue Kakadus mit rosa Köpfen. Der Strand war wirklich schön, doch wurden wir hier vermutlich auch gnadenlos von Sandfliegen gebissen. Leider bemerkt man diese Attacken in Form fies juckender Stellen erst zeitversetzt. Am Abend dann bemerkten wir ein höllisches Jucken vom Fuß aufwärts, als hätte uns gerade ein Schwarm Mücken heimgesucht. Schrecklich und das hielt etwa 1 Woche an! Positiv betrachtet könnten wir sagen, dass wir so wenigstens noch den Strand und die Rückfahrt nach Townsville genießen konnten 😬.

Wo waren unsere Stopps nochmal? Auf dieser Karte (FindPenguins) markieren wir unsere komplette Reiseroute 2025/2026 live, von Japan über Taiwan, Singapur, Malaysia, Indonesien, Australien, Neuseeland, Französisch Polynesien und den USA. 

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