Langkawi ohne Strand: Wanderungen, Wasserfälle & unsere ehrliche Erfahrung
Langkawi ohne Strand: Wanderungen, Wasserfälle & unsere ehrliche Erfahrung

Langkawi ohne Strand: Wanderungen, Wasserfälle & unsere ehrliche Erfahrung

Ausflüge zu Wasserfällen und Wanderungen. Letzteres ist gerade in tropischen Gefilden ja auch immer eine kleine Safari, könnte also ganz schön sein. Voraussetzung wäre eine rudimentäre Wander-Infrastruktur, denn quer durch den Regenwald ohne Pfad, ohne Machete und kniehohe Gummistiefel (Schlangenbisse) ist eher nicht empfehlenswert. Und mal ehrlich, wer nimmt kniehohe Gummistiefel mit auf eine Reise?

Wandern im tropischen Regenwald – Traum oder Risiko?

Nichtsdestotrotz wollten wir herausfinden, was fernab der wenigen recht überlaufenen Wanderrouten vielleicht noch so funktioniert. Also machten wir uns auf eine vielversprechende offiziellen Route hoch auf den Gipfel des Gunung Raya, dem höchsten Berg der Insel. Mit etwas Glück könne man bei der Wanderung sogar den Nashornvogel entdecken, einem der ikonischsten Vögel Langkawis. 

Gunung Raya: Gescheiterte Wanderung zum höchsten Berg Langkawis

Wir fuhren mit einem Grab zum Ausgangspunkt und mussten leider feststellen, dass dieser infolge vorheriger Unwetter gesperrt wurde. Diese waren allerdings schon eine ausreichend lange Zeit her, um den Weg eigentlich wieder freigeben zu können. Aber das war ja nicht der erste gesperrte Pfad unserer Reise und sollte auch nicht der letzte sein. Die Sperrung ignorieren und auf eigene Faust über die Absperrung klettern wäre auch keine gute Idee gewesen. Jedenfalls nicht, wenn die Polizei in Sichtweite ihre Mittagspause abhält. Frustriert zogen wir also ab. Auf zum nächsten Versuch an anderer Stelle.

Abenteuer abseits offizieller Wege – keine gute Idee

Eine kurze Fahrt später fanden wir uns ganz in der Nähe eines Bergkamms wieder. Unsere Hoffnung war, dass die eingezeichneten Wege auf Footpath machbar waren und wir uns zum Kamm durchschlagen und diesen bis zum Ende wandern könnten. Geplant, geschaut und losgestiefelt, zuerst durch ein kleines Dorf, dann vorbei an vereinzelten Grundstücken. Hier merkten wir schon, dass nicht angeleinte Wachhunde zu einem Problem werden könnten. Irgendwann waren wir in einem Gebiet, indem nur noch vereinzelte, scheinbar verlassene Unterschläge unseren Weg kreuzten. 

Begegnung mit Wachhunden – unterschätzte Gefahr

Der Pfad war auch alles andere als satisfying und so kamen wir an den Punkt, an dem Gummistiefel obligatorisch sein sollten, brachen ab und kehrten um. Zurück wollten wir abkürzen und unsere Befürchtung bewahrheitete sich. Plötzlich standen wir einem Rudel lautstark bellender Hunde gegenüber. Wir hatten noch genug Abstand und zogen uns langsam zurück, die Selfiestange aus stabilem Metall als provisorischen Schlagstock fest in der Hand.
An diesem Tag mussten wir dann leider aufgeben und fuhren frustriert, aber wenigstens unverletzt zurück.

Kilim Trailhead: Die bessere Alternative?

So ganz wollten wir aber noch nicht aufgeben. Irgendwo musste doch noch eine tolle Wanderung  auf dieser Insel fernab diverser Seilbahnen möglich sein. Irgendwie stießen wir auf den Kilim Trailhead, recherchierten dazu und diese kleine Wanderung klang wirklich vielversprechend. Technisch etwas anspruchsvoll, aber machbar. Wir buchten also wieder ein Grab und ließen uns an der Hauptstrasse in der Nähe dieses Trails absetzen. 

Schwieriger Zugang und fragwürdige Regeln

Wir passierten wieder ein kleines Dorf, als plötzlich ein Kleinbus mit jungen Leuten neben uns hielt und, wahrscheinlich der Guide dieser Gruppe, fragte wo wir hinwollten. Es stellte sich heraus, dass wir dasselbe Ziel hatten und er so erklärte er uns noch kurz den Weg zum Anfang des Trails. Dieser liegt tatsächlich etwas versteckt und man hat das Gefühl, nur über fremde Grundstücke dorthin zu gelangen. 

Aussicht auf Tanjung Rhu – Highlight der Wanderung

Es war nicht mehr weit und wir sahen die Truppe noch und konnten uns an ihr orientieren, wohin es gehen musste. Am Eingang des Trails stand ein Schild, dass die Nutzung ohne Registrierung verboten sei. Na toll. Egal, wer soll das hier schon kontrollieren? Und falls doch, hätten wir so getan, als würden wir zu der Gruppe gehören. Wir ließen der Gruppe etwas Vorsprung, um in Ruhe den Aufstieg mit einigen Kletterpassagen zu machen. Dieser war komplett unspannend, hier war also definitiv nicht der Weg das Ziel. Oben angekommen allerdings hat uns der Blick umgehauen. Wir hatten einen fantastische Sicht über die Mangroven und Karstformationen des Tanjung Rhu. Diese genossen wir ausgiebig und machten uns dann auf den Rückweg. Man muss also nicht immer auf den höchsten Berg für einen tollen Blick, manchmal reichen auch schon 200m aus.

Langkawi Fazit: Topp oder Flopp?

Strände & Wasserqualität – enttäuschend

Wir haben viel von Langkawi erwartet, tolle Strände, tropische Natur und die Möglichkeit beides zu entdecken und zu genießen. Rückblickend haben wir das beste daraus gemacht, wurden aber eher enttäuscht als überrascht.
Wir waren an mehreren Stränden, doch zum Baden oder Schnorcheln lud das Wasser definitiv nicht ein. Die Wasserqualität hatte leider nur das Niveau der Ostsee an schlechten Tagen. Dafür um die halbe Welt reisen?

Unterkünfte auf Langkawi – Licht und Schatten

Unser erstes AirBnB war ein absoluter Reinfall: schimmelige Matratzen, dreckig und mehr als etwas in die Jahre gekommen. Zum Glück ließ sich das regeln und wir bezogen nach einer Nacht direkt die nächste Unterkunft. Diese war wesentlich besser, aber das Preis-Leistungs-Niveau war auch hier, für Langkawi, unangemessen. Unsere 3. Unterkunft war dann endlich ein Volltreffer, Ausstattung, Ausblick und Zustand: alles topp. Einen wirklichen Tipp, wie man die „schwarzen Schafe“ schon vor der Buchung erkennt, haben wir nicht. Selbst der Totalausfall war auf den gängigen Portalen sehr gut bewertet. Warum auch immer…

Wo waren unsere Stopps nochmal? Auf dieser Karte (FindPenguins) markieren wir unsere komplette Reiseroute 2025/2026 live, von Japan über Taiwan, Singapur, Malaysia, Indonesien, Australien, Neuseeland, Tahiti und ??? 

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