Wānaka: Das Abenteuer Neuseeland beginnt
Wānaka: Das Abenteuer Neuseeland beginnt

Wānaka: Das Abenteuer Neuseeland beginnt

Unsere erste Station: Wānaka

Schottland-Vibes und die Tücken der Straße: Die Fahrt nach Wānaka

Nach einem Großeinkauf bei „Pak’n Save“ fuhren wir etwa 45 Minuten mit dem kleinen Mietauto nach Wānaka. Irgendwie beschlich uns das Gefühl, wir würden durch Schottland reisen. Es sah einfach zu ähnlich aus mit seinen mattgrünen, von der Sommerhitze leicht verbrannten Hügeln. Die Aussicht war wunderbar, sofern wir in die Ferne schauten. Auf der Straße selbst reihte sich ein totes Tier neben das nächste. Wir hatten schon häufig in Australien erlebt, dass des Öfteren verendete Kängurus oder andere nachtaktive Beuteltiere besonders entlang der Highways lagen, aber hier? Es gab hier keine Warnzeichen. Es stellte sich heraus, dass dies meistens Kadaver Possums oder Kaninchen waren. 

Neuseeland hat sich zur Aufgabe gemacht, alle eingeschleppten Wildtiere, sprich nahezu sämtliche Säugetiere auf dem Inselstaat auszurotten, um die zumeist aus Bodenbrütern bestehende endemische Vogelwelt zu schützen. Es ist schon ein ziemlich trauriger Anblick und erklärt auch, warum gar nicht erst vor den kleinen doch recht niedlich aussehenden Tieren gewarnt wird. Während der Wanderungen sieht man auch immer wieder Fallen, die dazu beitragen sollen, den (Vogel)Artenschutz zu erreichen. 

Kurioser Zwischenstopp: Der berühmte „Bra Fence“ in Cardrona

Witzig fanden wir eine Ansammlung vieler aufgereihter kunterbunter BHs (etwa 1000) am Straßenrand kurz vor Wānaka am Ortsrand Cardronas. Der „Bra-Fence“ ist eine beliebte, aber nicht von allen geliebte Touristenattraktion. Was hat es damit auf sich? Laut Wikipedia begann die Geschichte des Zauns zwischen Weihnachten 1998 und Neujahr 1999, als erstmals vier Büstenhalter an einem Zaun einer angrenzenden Farm entdeckt wurden:

„ (…) Gerüchten zufolge verbrachte eine Frauengruppe die Silvesternacht im nahe gelegenen Hotel Cardrona. Mit der Zeit hängten weitere Passanten dort BH auf. Bekanntheit erlangte der Zaun jedoch erst, als sämtliche BH entwendet wurden, worüber schließlich auch verschiedene Medien und Zeitungen berichteten.[1] In der Folge wurden immer mehr BH an den Zaun gehängt, sodass dort wenige Wochen später bereits 60 BH hingen. Im Oktober 2000 befanden sich etwa 200 BH am Zaun, der sich zu einer Touristenattraktion entwickelte. Zu diesem Zeitpunkt hatten sogar Medien aus anderen Kontinenten über den Zaun berichtet. Immer wieder wurde der Zaun Ziel von Diebstählen.(…)“

Eine witzige Touristenattraktion? Auf jeden Fall!

Wānakas Natur: Zwischen Alpen-Heimweh und Neuseelands Urzeit-Wäldern

Wānaka selbst ist ein wirklich hübsches und gemütliches Kleinstädtchen inmitten einer fantastischen Fluss- und Seenlandschaft umsäumt von hohen Bergen. Wir fühlten uns sofort wohl und erkundeten die schöne Gegend noch am selben Abend. Auf den ersten Blick wirkt die Natur ein wenig wie eine gelungene Mischung aus deutscher und australischer Pflanzenwelt. Hier und da ein paar Palmen, Araukarien und dann Flora, die wir u.a. von alpinen Wiesen in Deutschland. Das war schon irgendwie witzig, weil wir uns ein wenig so fühlten, als gingen wir mit Polly im Kummerfelder Wald Gassi. Und das soweit weg von zu Hause, wie wir noch nie zuvor waren, etwa 18 000+ km. Ja, hier kam etwas Heimweh auf. 

Die Giganten der Insel: Kauri-Bäume und Baumfarne

Natürlich gibt es auch sehr viele endemische Pflanzenarten auf Neuseeland, wie bspw. den weltberühmten Kauri-Baum, den „König des Waldes“. Dieser ist tief in der maurischen Kultur verwurzelt und wird nun sehr geschützt. Von den ursprünglichen Kauri-Wäldern sind heute nur noch etwa 4% übrig, denn europäische Siedler schlugen die Bäume fast bis zu dessen Ausrottung ab. Der Kauri ist nicht nur riesig und bietet daher viel, sondern zudem sehr festes Holz, was für den Schiff- und Holzbau sehr geeignet schien. Auch sein wertvolles Harz (Kauri-Gum) war leider ein echter Exportschlager. 

Die Abholzung der Kauri-Bäume gilt als eine der drastischsten Umweltveränderungen Neuseelands und wenn man so durch das Land reist, sieht man noch immer die Narben dieser gnadenlosen Abholzung. Uralt wirken Neuseelands Wälder besonders durch den Baumfarn. Diesen kennt man ja irgendwie nur aus Filmen und Dokus über Saurier oder allgemein über die Urzeit der Erde. Wenn man nun unter diesen hindurchläuft, erwartet man jederzeit, dass Sauropoden (Langhals-Dinosaurier) um die Ecke schauen. Allerdings habe ich gelesen, dass die sich eher von den riesigen Araukarien ernährten 🦕. 

Wo waren unsere Stopps nochmal? Auf dieser Karte (FindPenguins) markieren wir unsere komplette Reiseroute 2025/2026 live, von Japan über Taiwan, Singapur, Malaysia, Indonesien, Australien, Neuseeland, Französisch Polynesien und den USA. 

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