Auf zu den Wishbone Falls – auch ohne 4×4
Nachdem Pine am Sonntag Abend angekommen war und Sandra mal ein Tag die Seele baumeln lassen wollte, beschlossen Pine und ich, uns allein auf den Weg zu machen. Wir suchten uns die Wishbone Falls in Mount Aspiring als Ziel heraus und fuhren los.
Gravelroad, Bachquerungen und die Frage: Wie weit noch?
Unglücklicherweise hörte die reguläre Straße schon viel zu früh auf und ging in eine Gravelroad über. Na toll, dieses Gefühl mit einem gemieteten Kleinwagen jetzt noch ein ganz schönes Stück auf einer unbefestigten Strasse fahren zu müssen, gefiel mir gar nicht. Zumal auch die Versicherung das Befahren von irgendwelchen Off-Road-Straßen von der Gewährleistung ausschloss. Gehörte diese hier schon dazu? Wer fuhr denn noch so auf dieser Straße? Also alles Autos jedenfalls, in denen ich auch lieber gesessen hätte: mehr Bodenfreiheit und robustere Reifen.



Irgendwann kamen wir auch noch an kleine Bäche, welche die Strasse kreuzten, samt dazugehörigem Geröll. Pine stieg aus und lotste mich hindurch. Es kam wie es kommen musste, eine Senke, Geröll, ein Bach, kurzum: eine Kombination vor der ich kapitulieren musste. Bis hier her und nicht weiter. Der Wasserfall war ja auch schon in greifbarer Nähe. Beim Rangieren übersah ich zu allem Unglück auch noch einen Stein und habe so in die Plastik-Frontstoßstange ein Beule gefahren.
Eine Beule im Mietwagen – und plötzlich ist alles halb so wild
Sowas zieht mir normalerweise den Stecker. Glücklicherweise sprang die Beule mit leichtem Gegendruck wieder zurück in Position und übrig blieb nur ein kleiner Lackschaden, den ich mir zutraute auszubessern. Später hielt ich einfach einen Moment inne, machte mir die Schönheit des Ortes bewusst und ließ den Gedanken auf mich wirken, dass ich diesen mit meiner Tochter entdecken darf – und sämtliche Sorgen über eventuelle Reparaturkosten verschwanden.


Wishbone Falls, eine Gumpe und ein Eiswagen im Nirgendwo
Der Wasserfall selbst war recht überschaubar, die Gumpe dagegen war schön, wie ärgerlich, dass ich nicht an Badesachen gedacht habe. Wir hielten auf dem Rückweg noch bei einer kleinen Brücke und danach noch bei einer Badestelle an und genossen den Blick durchs grüne Tal, mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund. Witzger Weise gab es hier im Nirgendwo sogar einen kleinen Eiswagen mit selbstgemachtem Eis, welches aber leider schon ausverkauft war.
Die Sonne neigte sich schon langsam zum Horizont und wir fuhren nach unserem kleinen Papa-Tochter- Abenteuer mit einer riesigen Staubfahne über die Gravelroad zurück nach Wanaka.
Diesen Stopp und unsere gesamte Neuseeland-Route kannst du live auf unserer FindPenguins-Karte nachverfolgen.
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