Naja, nicht ganz, aber zumindest kurz davor. Bevor es hier zu Missverständnissen kommt: Einem Tipp anderer Reisender folgend, haben wir auf einen Abstecher zur Hillsborough Bay gemacht, weil man dort wohl morgens in aller Frühe am Strand Kängurus beobachten kann. Also landeten wir nachmittags auf dem einzigen und recht unscheinbaren Campingplatz direkt am dortigen Strand. Wir erkundeten ein wenig die Gegend drumherum und hofften auf ein etwas Abkühlung in der Nacht.




Eine tropische Nacht am Strand
Diese Hoffnung wurde leider mit 27° Tiefsttemperatur nicht so erfüllt, aber daran hatten wir uns ja schon allmählich gewöhnt. Für den kommenden Morgen hatten die Ranger das Treffen am Strand um eine Stunde vorverlegt. Wer dem Spektakel beiwohnen wollte, musste nun bereits 4:45 Uhr am Strand sein. Wir hatten nochmals recherchiert und die Meinungen bezüglich des „Känguru-Highlights“ gingen im Netz auch recht weit auseinander.
Circa 75% der Menschen beschrieben es als fantastisches Erlebnis, die Tiere morgens in ihrer natürlichen Umgebung beim Fressen der kleinen angespülten Magroventriebe zu beobachten. Die anderen 25% sahen dies eher etwas skeptischer, denn mit natürlich sollte da nicht viel sein. Ganz im Gegenteil, denn diese würden wohl vom Ranger angefüttert und kämen daher immer wieder morgens zum Strand vorm Campingplatz. Darauf hatten wir aber gar keine Lust und daher beschlossen wir, zwar morgens zum Strand, jedoch nicht zur vermeintlichen Fütterung zu gehen.
Früh aufstehen für die Kängurus
Also klingelte der Wecker für uns erst kurz vor Sonnenaufgang um 5:30 Uhr. Schon dies war für uns früh genug. Wir quälten uns verschwitzt und gerädert aus den Betten, schmierten uns ordentlich mit Anti-Insektengedöns ein und gingen die 20 Meter rüber zum Strand.



Wo kamen denn all diese Menschen her? Auf dem Campingplatz hatten wir höchstens 10- 15 gesehen und nun standen da in einem Halbkreis um aufgestellte Pylonen etwa 50 Menschen herum, natürlich streng überwacht vom Ranger. Das mutete wirklich etwas sehr gekünstelt an, aber gut, immerhin gab es ja eine markierte Schutzzone. Marcus und ich schauten kurz zu und spazierten dann lieber diesen fantastischen Strand bei Sonnenaufgang entlang in Richtung der Kängurus, die sich schon wie wir, von der Gruppe abgesetzt hatten.



Mehrere hüpften nämlich bereits am Ufer hin und her und futterten tatsächlich die kleinen Triebe. Das war ein überwältigender Anblick, denn wir waren den Kängurus ziemlich nah und diese Stille des Meeres, die hinter den Felsen aufgehenden Sonne…wundervoll! Noch etwa eine Stunde genossen wir diese Kulisse und gingen dann sehr glücklich wieder zu unserem WoMo. Dort schliefen wir nochmals für 2 Stündchen und träumten davon, mit den Kängurus am Strand umherzuspringen.



Wo waren unsere Stopps nochmal? Auf dieser Karte (FindPenguins) markieren wir unsere komplette Reiseroute 2025/2026 live, von Japan über Taiwan, Singapur, Malaysia, Indonesien, Australien, Neuseeland, Französisch Polynesien und den USA.
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