Nach dem heftigen Gewitter in Townsville (Startpunkt zu den Koalas auf Magnetic Island), hatten wir richtig Lust auf ein paar Tage Ruhe in Strandnähe. Etwas hinter dem hübschen und touristischen Küstenörtchen Airlie Beach fanden wir dafür genau den richtigen Stellplatz im Tasman Holiday Park. Zu unserer Begeisterung flogen hier die ganze Zeit Kakadus und kleine Papageien über unsere Köpfe hinweg oder knabberten hungrig ihre Früchte in den Bäumen um uns herum. Nur etwa 15 Minuten zu Fuß war die Marina, der Port of Airlie. Diesen wollten wir natürlich sofort erkunden und fanden hier auch ein paar inspirierende Infos rund um die Whitsundays mit dem Whiteheaven Beach und dem Heart-Reef (natürliche Korallenformation in Herzform).


Whitehaven Beach – Wirklich Australiens schönster Strand?
Der Whiteheaven Beach ist wohl der berühmteste Strand Australiens und gilt in globalen Rankings als schönster Strand der Welt. Na holla die Waldfee, das war ja die perfekte Vorlage für uns! Wir sind ja bei solchen Äußerungen eher skeptisch unterwegs und mussten das unbedingt überprüfen. Hat dieser Strand seinen Ruf zurecht?



Rundflug über das Great Barrier Reef und das Heart Reef
Mehr als das Riff in Herzform reizte uns eigentlich mal ein Blick auf das Riff aus der Vogelperspektive. Die Drohne fliegt nicht so weit und daher mussten wir uns wohl oder übel selbst in einen Flieger setzen. Ob Marcus das mit seiner Flugangst schaffen würde? Wir waren gespannt. Wir buchten ein Paket mit einem Flug zur Korallenformation in Herzform und einer Bootstour zu den Whitsundays inklusive Stopp am weißen Whiteheaven Beach.



Gleich am nächsten Morgen holte uns der Tourbus ab und brachte uns zum nahegelegenen Flugplatz. Dort angekommen wurde uns doch schon ein wenig mulmig. In solch einem kleinen Propellerflieger sollte es in die Lüfte gehen? Unser kleinster Flieger war bisher auf der Reise von Bangkok nach Koh Samui vor mehr als 15 Jahren. Windstille? Leider nein, aber es war bisher nur ein leichter bis mäßiger Wind zu verspüren. Diese Apps sind ja sowohl hilfreich, aber machen einen auch ganz nervös. Wenn man vor so einem Start, egal ob Flieger oder Boot die Windstärke aufrufen kann und dies auch noch macht, hofft man natürlich, dass die Stärke so gen 0 strebt. Macht sie aber bei uns irgendwie nie und deshalb bin ich dann gleich noch viel unruhiger.
Flugangst im kleinen Propellerflugzeug
Das ganze Prozedere beim Check-In war aber hochprofessionell und auch Alex, unser Pilot machte den jungen, aber gleichzeitig erfahrenen und lebensbejahenden Eindruck, den ich genau in diesem Moment für etwas mehr Zuversicht und Vorfreude brauchte. An Bord der kleinen Cessna 208 quetschten wir uns dann zu neunt plus Alex auf unsere Sitze und nach einem letzten Stoßgebet meinerseits rollten wir auch schon über die Startbahn. Wie das ruckelte! Man hat ja schon das Gefühl, man rutscht mit seinem Hintern über das Feld, aber plötzlich waren wir in der Luft und ich konzentrierte mich aufs Schauen statt Zittern. Mein flugänstlicher Mann? Der schien äußerst entspannt und fokussierte sich auf seine Kamera. Sogar ein Lächeln warf er mir zu. Da musste ich einfach lachen, denn das hatte ich nun gar nicht erwartet. Wie toll, dass Marcus das doch genießen konnte und sich getraut hatte!
Atemberaubende Ausblicke auf das Great Barrier Reef
Belohnt wurden wir mit einer herrlichen Sicht auf das Great Barrier Riff und Alex umrundete diesen Part sogar zweimal, so dass alle Passagiere dieses Naturwunder ausgiebig bestaunen konnten. Und ja, wir haben inmitten des Riffs auch die besondere Herzformation ausmachen können, aber das war eher nebensächlich. Wir flogen nämlich vorbei an verschiedensten kleinen Inseln der Whitsundays, sogar dem Whiteheaven-Beach mit dem schönen Hill-Inlet und genossen den Blick auf die ganze Pracht des südlichen Great Barrier Riffs.





Lohnt sich ein Rundflug über die Whitsundays?
Auch wenn der Rückflug wie erwartet wesentlich windiger war und sich die Wolkendecke langsam zuzog, überwog bei der Landung die Faszination und Freude darüber, wie schön das Riff von oben aussah, aber auch darüber, dass wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Empfehlenswert? Fünf Sterne!

Wo waren unsere Stopps nochmal? Auf dieser Karte (FindPenguins) markieren wir unsere komplette Reiseroute 2025/2026 live, von Japan über Taiwan, Singapur, Malaysia, Indonesien, Australien, Neuseeland, Französisch Polynesien und den USA.
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