Whitehaven Beach – Ist Australiens berühmtester Strand wirklich der schönste der Welt?
Whitehaven Beach – Ist Australiens berühmtester Strand wirklich der schönste der Welt?

Whitehaven Beach – Ist Australiens berühmtester Strand wirklich der schönste der Welt?

Mit dem Katamaran zum Whitehaven Beach

Wir wollten diese Frage für uns beantworten und starteten am nächsten Tag mit einer sehr gut gebuchten Tour in Richtung Strand. Die Fahrt dauerte etwa 1,5 Stunden bei zeitweise recht turbulentem Wellengang, bei dem der Katamaran von einer Seite auf die andere schaukelte. Ich hielt mich erstaunlich gut, sprang nicht von Bord oder bettelte darum (wie in Thailand 🫣) bei der nächsten kleinen Insel von Bord gehen zu dürfen.

Endlich angekommen – aber nicht am berühmten Hill Inlet

Irgendwann sahen wir dann den 7 Kilometer langen Sandstrand vor uns, fuhren aber zu Marcus Enttäuschung vorbei an dem nördlichen Ende, wo das Wasser vorbei am Hügel ins Meer fließt und die wunderschönen Farben kreiert, die wir aus der Luft schon sehen konnten. Erst am südlichen Zipfel machten wir Halt und nun wurden die vielen Gäste in 2 Gruppen eingeteilt: Gruppe 1 ging schnorcheln, Gruppe 2 (wir) wurde mit einem Schlauchboot an den Strand gebracht, um dort bis zum Mittagessen zu verweilen. Ob wir dort wandern oder mit den Würfelquallen im Lycraanzug bei gefühlten 30° C und ohne jegliche Chance auf Schatten am Ufer baden würden, blieb uns überlassen.

Schönster Strand der Welt? Unser ehrliches Fazit

Nachdem uns ein großer Leguan auf der Insel begrüßte, entschieden wir uns für das Erkunden der Insel. Leider war die Zeit zu kurz und die Strecke zu lang, um zu Fuß zum Hill Inlet zu gehen. Also wanderten wir alle uns möglichen Pfade um die Südspitze der Insel und gingen am Ende noch etwas baden. Im Wasser war die Sicht richtig schlecht. Als ich kurz schnorchelte konnte ich nicht den kleinen Sandhai sehen, den Marcus von oben direkt vor mir auf dem Grund schwimmen sah. Und das, obwohl wir für mich noch extra eine Schnorchelbrille in meiner Sehstärke (Seeschwäche?) besorgt hatten.

Schönster Strand? Nö! Ich möchte ja kein Miesmacher sein, aber das ist absolut übertrieben! Er ist auf Grund des hohen Quarzgehaltes (98%) hübsch weiß und ganz fein, aber zu einem Strand gehört m.E. nach auch das perfekte Wasser und/oder Hinterland. Beides ist hier hübsch und einen Besuch wert, aber den Weltmeistertitel hatte dieser Ort dafür noch lange nicht verdient. Uns wurde wieder klar: Alles eine Frage des Marketings😜.

Schnorcheln mit enttäuschender Sicht

Nachdem wir dann ein kleines Mittagessen an Bord bekommen hatten, ging es dann wieder mit dem Schlauchboot auf die gegenüberliegende Insel. Schon ein paar Schnorchler der ersten Gruppe erzählten, dass die Sicht nicht so toll sei, sie aber ein paar Fische und eine Schildkröte gesehen hatten. Na das fing ja gut an! War es etwa dieselbe große Meeresschildkröte, welche die ganze Zeit über um den Katamaran schwamm und mehrfach auftauchte, während wir dort ankerten? 

Wir wollten es dennoch probieren. Am Ufer angekommen erhielten wir eine erneute kurze Einweisung und dann stürmten so 30 Leute zugleich ins Wasser. Was soll denn da bitte noch zu sehen sein? Die Ansage war, vom Ufer gemeinsam Richtung Felsen zu schwimmen, dort die Unterwasserwelt zu entdecken oder in diesem Fall eher zu suchen. Wir hätten etwa 30 Minuten Zeit und dann sollte es wieder zurückgehen.

Kurz und gut: Katastrophal war es. Ich konnte weder die Hand vor meinen Augen sehen, noch irgendwelche Fische und vor allem, das fand ich schon beinahe fahrlässig, auch keine Würfelquallen. Und wir hatten auch hier noch immer Saison! Nach etwa 10 Minuten im trüben zu schnorcheln, gegen Steine zu schwimmen und eine weitere Gruppe zu beobachten, die neben uns samt Schwimmnudeln (Nichtschwimmer?) ins Wasser geschmissen wurde, war es mir echt zu blöd. Ich entschied mich dafür, zurück am Ufer mit meinem Lycraanzug im Wasser die Umgebung zu genießen und das Chaos der vielen schnorchelnden Menschen zu beobachten.  

Ruhige Rückfahrt und ein neuer Geheimtipp

Das erste Meerestier, welches ich dann wieder zu Gesicht bekam, war die schöne Meeresschildkröte. Allerdings waren wir da schon wieder an Bord und legten ab. Glücklicherweise verlief die Rückfahrt doch wesentlich ruhiger und wir konnten die Zeit auf dem Sonnendeck verbringen. In Airlie Beach angekommen gingen wir zügig von Bord und erhielten noch einen guten Tipp einer jungen Familie für unsere Weiterreise: Cape Hillborough. Der Strand, an dem wir mit Sicherheit Kängurus entdecken könnten. 

Wo waren unsere Stopps nochmal? Auf dieser Karte (FindPenguins) markieren wir unsere komplette Reiseroute 2025/2026 live, von Japan über Taiwan, Singapur, Malaysia, Indonesien, Australien, Neuseeland, Französisch Polynesien und den USA. 

Hat dir unser Reisetagebuch gefallen? Wir freuen uns über ein ⭐️ Like oder deine Gedanken, Anregungen und Fragen in den Kommentaren!

Hast du Tipps oder Fragen? Ab in die Kommentare damit!