Mit Migräne und Nebel zur Kajaktour am Point Kean
Da wir nun schon quasi nebenan wohnten, starteten wir mit einer Kajaktour am Point Kean. Morgens um 7:00 Uhr saßen wir verschlafen mit einer Tasse Kaffee am Frühstückstisch und starrten hinaus auf eine dicke, weiße Nebelwand. Leider mussten wir uns schleichend durch diesen Nebel zum Startpunk/Büro des Touranbieters auf die Nordseite begeben (unflexibel in der Planung irgendwie), um dann mit einem Minibus wieder auf unsere Seite zu fahren, wo die Kajaks ins Wasser gelassen wurden.




Leider hatte ich bei unserer Ankunft beim Anbieter schon erste Anzeichen meiner Migräne. Das bedeutete nichts Gutes, es sei denn, ich nehme meine Medikamente sofort. Leider hatte ich meine Tabletten vergessen, wusste aber, dass ich so keinesfalls aufs Meer konnte. Daher hieß es wohl oder übel für mich die 5 Minuten zurückfahren. Das war nicht weiter tragisch, zumal mir eine der Guides den Treffpunkt auf ihrem Handy zeigte. Nachdem ich entspannt mir Paracethamol gedopt am vermeintlichen Start ankam, musste ich jedoch feststellen, dass sie mir den falschen gesagt hatte. Na toll!
Wie bestellt und nicht abgeholt im Nebel
Also lief ich zum linken Ende des Hafenbereichs, weil wir dort am Tag zuvor andere Unternehmen gesehen hatten, welche dort die Kajaks ins Wasser ließen. Auch hier war niemand und eben noch mit anfänglicher Migräne musste ich nun zum nächsten vermeintlichen Ausgangspunkt rennen. Ich konnte ja ich keine 50 Meter weit sehen, weshalb ich immer erst vor Ort feststellen konnte, ob dort das Team war oder nicht. So endlos genervt, fluchte ich laut vor mich hin. Weit und breit war niemand zu sehen – zumindest bekam niemand mit, wie ich vor mich hin schimpfte. 😶🌫️. Wenigstens wurde mir langsam warm.
Irgendwann stand ich dann an der Straße und der Tourbus fuhr an mir vorbei, hielt aber nicht an. Mein Mann schaute nur ungläubig aus dem Fenster und wunderte sich wohl, was ich denn da machte. Ebenso ungläubig, weil der Bus nicht hielt und mich einsammelte (Hat Marcus wirklich nichts zum Fahrer gesagt???) gestikulierte ich nur noch wild und ungehalten und rannte erneut zum Hafen & Co. Allmählich machte ich mir ein Spaß daraus und joggte. Letztlich fand ich meine Herde dann auch und zwar genau an dem Punkt, den ich der Guidin fragend auf dem Handy gezeigt hatte, welchen sie aber vehement verneint und mir irgendeinen Nonsenspunkt markierte.
Ich war zwar froh, dass ich die Gruppe wiedergefunden hatte, aber ehrlicher Weise auch deutlich angefasst. Als die Paare fürs Kajak eingeteilt wurden, vermied sie es deutlich, mit mir zusammenzufahren. Ihr Glück kann ich nur sagen, denn vermutlich wäre ich allein zurückgepaddelt 😂. Und Marcus? Ja, ihm verzieh ich fast sofort, weil er meinte, dass er mit der Situation in diesem Moment total überfordert war, weil er ja dachte, ich hätte von der Dame den richtigen Standpunkt erhalten. Daher war für ihn nur die Frage, als ich plötzlich am Straßenrand im Nebel auftauchte: „Was macht sie hier?“ und dann war ich ja auch schon wieder verschwunden. 😏
Robbensafari oder eher Yoga auf dem Wasser?
Da wir ja aufs Meer hinausfuhren, wollte ich nach diesem Stress die für mich beruhigendste Kombination. So landete ich weder mit Pauline oder Marcus im Kanu, sondern mit Dan, einem witzigen und erfahrenen Guide.





Entspannt paddeln mit neugierigen Seelöwen
Die Tour verlief sehr entspannt. Kaum waren wir auf dem Wasser und paddelten bei diesem besonderen Kajak mit den Füßen wie in einem Tretboot gemächlich voran, lichtete sich der Nebel und wir zogen durch ruhige Gewässer an den Felsen der Küste entlang. Hier ruhten sich die Seelöwen von der anstrengenden Fischjagd aus und nur wenige schwammen im Wasser. Einer jedoch war neugierig und bewegte sich auf uns zu. Er drehte eine kurze Runde um unsere kleine Gruppe und verschwand dann wieder im Kelpwald. Das war schon sehr niedlich, doch wenn ich ehrlich bin, genoss ich eher diese Ruhe auf dem Meer kombiniert mit entspannter Bewegung. Irgendwie war das wie Entspannungstraining am Strand, genau das richtige nach dem stressigen Start!





Wo waren unsere Stopps nochmal? Auf dieser Karte (FindPenguins) markieren wir unsere komplette Reiseroute 2025/2026 live, von Japan über Taiwan, Singapur, Malaysia, Indonesien, Australien, Neuseeland, Französisch Polynesien und den USA.
Hat dir unser Reisetagebuch gefallen? Wir freuen uns über ein ⭐️ Like oder deine Gedanken, Anregungen und Fragen in den Kommentaren!
