Nächtlicher Trubel: Was passiert um 3 Uhr morgens?
In der 2. Nacht wurde ich plötzlich geweckt. Irgendwie gingen bei uns die Türen auf, wieder zu, wieder auf, … für so morgens 3:00 Uhr definitiv zu viel Trubel. War etwas passiert? Was war denn los? Als ich rausging um nachzuschauen, war plötzlich auch eine Schublade aus dem Schrank im Wohnzimmer verschwunden. Komisch…und irgendwie taten die Mädels so geheimnisvoll. Ich dachte schon, sie hätten irgendwen aufgegabelt, der keine Unterkunft gefunden hatte. Naja, so ganz falsch lag ich nicht. Dieses Wesen passte jedoch in eine kleine Schublade und selbst diese war mehr als überdimensioniert.
Dieser entzückende, vor Flöhen nur so wimmelnde Welpe war erst 5 Wochen alt und offensichtlich ziemlich krank: laufende Nase, schreckliches krampfartiges Husten und schon ein ganz apathischer Blick.

Ein winziger Überlebenskämpfer am Strand
Pine und Skadi haben ihn am Strand gefunden, wo er winselnd seine Mama suchte. Diese war jedoch verschwunden und auf Grund seiner Verfassung entschieden sie, ihn erstmal mitzunehmen. Am Morgen hofften wir natürlich, dass Papaya die Nacht überlebt hatte. Ein kleines Jaulen überzeugt uns davon und so machten wir uns daran, einen Survivalplan für den zarten Kämpfer zu schmieden. Er wog ja gerade mal 500 g und war so schwach, dass er noch einmal laufen konnte.


Hilfe gesucht: Die Herausforderungen vor Ort
Noch in den frühen Morgenstunden hatten wir eine Auffangstation für Hunde ausfindig gemacht, die nun der erste Anlaufpunkt sein sollte. Die Mädels machten sich nach dem Frühstück schnell auf den Weg und es zeigte sich, dass es hier in einem muslimisch geprägtem Land gar nicht so einfach war, ein „Grab“ (engl. 😅) zu finden, welches einen Hund erlaubte. Im Gegensatz zu den überall verehrten Katzen gelten diese hier als unrein. Mehrere Fahrer lehnten die Tour ab, sobald sie den Mini-Welpen sahen. Eine nahm sie sogar mit, aber nur, weil sie den Hund übersehen hatte. Am Ende meinte sie wohl etwas säuerlich zu den Mädels, dass sie nun ihr ganzes Auto reinigen müsst. Wer es glaubt…😏!
Rettung in letzter Minute: Tierklinik mit Herz
Leider hatte der Mann mit dem Herz für Hunde keinerlei Kapazitäten mehr und nicht ganz so unglücklich darüber, kehrte das Trio erstmal zurück. Nun hieß es eine Tierklinik zu finden, die auch Hunde behandelte. Glücklicherweise gab es diese ganz in der Nähe und schlauer geworden aus vorangegangenen Versuchen wurde Papaya nun ins „Grab“ geschmuggelt. Die Ärzte der Klinik gaben Pauline und Skadi auch wieder ein wenig den Glauben an die Menschheit zurück. Hier wurde der Kleine nämlich bestens mit Medikamenten sowie dringend notwendigem Flohmittel und unsere Retterinnen mit Empathie versorgt.
Ein neues zu Hause für Papaya
Wohin nun mit dem Findling? Auch wenn es sich Pauline sehr gewünscht hätte, mitnehmen ging ja nicht. Wir fragten unseren Hausmeister und erging mit uns zielstrebig zum Nachbarhaus. Dort lebt eine sehr lieb Familie und tatsächlich hat die entzückende Tochter gleich ihren lieben Onkel Zairul angerufen und gefragt, ob er „Papaya“ nicht adoptieren möchte. Und er sagte tatsächlich zu, was für ein Glück! Nachdem Pauline den Lütten noch 2 Tage aufgepäppelte hatte, brachte sie ihn dort vorbei und war ganz begeistert von dem schönen Zuhause. Auf einem riesigen Grundstück mit weiteren lieben und offensichtlich glücklichen Hunden sollte Papaya nun gesund und erwachsen werden. Bevor wir flogen wurden wir dort noch von Zairul zum Dinner eingeladen, damit sich Pauline verabschieden und sich von Papayas Zustand überzeugen kann. Aber dieses unverhoffte Dinner ist eine andere Geschichte…
Wo waren unsere Stopps nochmal? Auf dieser Karte (FindPenguins) markieren wir unsere komplette Reiseroute 2025/2026 live, von Japan über Taiwan, Singapur, Malaysia, Indonesien, Australien, Neuseeland, Tahiti und ???
