Izu – ein entspannter Start?
Izu – ein entspannter Start?

Izu – ein entspannter Start?

Definitiv, allerdings mit etwas Umstellung! Klar, wir mussten uns erst an viele Kleinigkeiten gewöhnen, die in Japan einfach anders gehandhabt werden, aber insgesamt fühlte es sich sofort wie Urlaub an. Mit einem Mann, der sich enorm für Wasserfälle begeistern kann, mussten natürlich gleich am ersten Tag die 7 Wasserfälle in unserem Dörfchen entdeckt werden. Dies lohnte sich wirklich, weil wir in schöner Kulisse mit kunterbunt blühenden Pflanzen, den typischen Bananenstauden sowie Zedernwäldern nur einem gut angelegten Pfad von etwa 2 km Länge folgen mussten. Das Problem daran war, dass wir erstmal so viel im Laufe des Tages organisieren mussten, dass es schon dämmerte, als wir loszogen. Ja, die Sonne ging schon gegen 18:00 Uhr unter. Mit mehreren Fotopausen zwischendurch, wurde es also naturgemäß bereits dunkel und wer meinen Mann kennt, der weiß, dass er jeden Sonnenstrahl zum Fotografieren ausnutzen möchte. Wer mich wiederum kennt weiß, dass ich am liebsten in Schlappen laufe. Schlechte Kombination also. Fast am Ende des Wanderweges angekommen, konnten wir also endlich aufgrund des fehlenden Lichts umkehren. Wozu gibt es denn Handleuchten…., dennoch, so im Halbdunkel nahm ich nur eine träge Bewegung direkt neben, beinahe schon auf meinem Fuß war. Mein erschreckter Aufschrei kam peinlicher Weise 🤭sofort, noch ehe ich wusste, was es war. Aber mal ganz ehrlich, was sollte es denn Hübsches sein? Bewegen sich niedliche Eichhörnchen oder verirrte kleine Kätzchen denn träge und klettern gänzlich Fremden fast über Fuß? Das konnte nur etwas einem Schrei würdiges sein! Und ja, war es meines Erachtens auch. Vor mir saß, mindestens genauso in Schockstarre verfallen wie ich, eine wirklich sehr große, fette und wirklich nicht ganz hübsche Kröte (Äußerst groß möchte ich betonen 😂!). Es hatte mich eiskalt erwischt! Eben noch die Sonnenuntergangsromantik in fast dschungeligen Wäldern bestaunend, wurde ich mir schlagartig wieder sämtlicher „Gefahren“ der Tropen nach Sonnenuntergang bewusst. Mein Mann tröstete mich mit einem Lachanfall und erinnerte mich an mein typisches Reiseproblem, stets dem Anlass nicht angemessenes Schuhwerk zu tragen. Ja, ja, kann ich ja nicht wissen, dass wir ewig für die 2 km brauchen. Schlussendlich waren meine Schritte trotz der Rutschgefahr nun wesentlich schneller und mein Blick nur noch auf den Weg geheftet. Da half es auch nicht wirklich, dass Marcus mir von verschiedensten 100 bis 1000-Füßern, diversen Echsen, Spinnen und Schlangen berichtete, die wir seines Erachtens doch aber sicherlich nicht in dieser Nacht sehen würden. Haben wir auch nicht, was jedoch nicht heißt, dass es sie dort nicht gab. Ein paar Tage später, nach heftigsten Regenfällen, sahen wir bspw. so manch` (leider) überfahrene giftige Schlange auf der Straße am Haus, die auf Grund der starken Wassermassen in den umliegenden Flüssen ihre Nester verlassen hatte. Na gut, da war mir die „Riesen“kröte doch lieber 😅.

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